Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz

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Berufsorientierungsmesse der Jahrgangsstufe 9

IMG_3576(GEC, 21.02.2024) In diesem Schuljahr fand erstmalig ein verpflichtendes Praktikum für die Jahrgangsstufe 9 vom 29.01.-02.02. statt. Die Schülerinnen und Schüler bereiteten sich im Deutsch- und Sozialkundeunterricht durch das Verfassen von Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und die Durchführung von Vorstellungsgesprächen auf das Berufsleben vor. Zudem besuchten sie das Berufsinformationszentrum, um sich über unterschiedliche Berufszweige, Studiengänge, notwendige Voraussetzungen etc. zu informieren.

IMG_3593Die Praktika boten weitreichende Einblicke in verschiedene Abteilungen, unterschiedliche Arbeitszeitoptionen (Frühschichten bereits ab 06:00 Uhr im Krankenhaus oder auch Abendschichten im Hotelgewerbe), Kollegien, Belastbarkeit, körperliche und geistige Herausforderungen… Diese Erfahrungen ermöglichten den SchülerInnen eine Idee für zukünftige Perspektiven und die weitere Schullaufbahn, aber auch die Gewissheit, welche Bereiche für die Zukunft nicht in Frage kommen werden.

Die Präsentation ihrer Erfahrungen in einem Gallery Walk auf aussagekräftigen Plakaten oder umfangreichen Keynotes am 20.02. ermöglichte einen spannenden Austausch über die Zeit des Eintauchens in die Berufswelt. Aber auch die zukünftigen Praktikanten, die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 8, hatten die Chance, an dieser abwechslungsreichen kleinen Berufsmesse teilzunehmen, um sich bereits für ihr eigenes mögliches Praktikum im folgenden Schuljahr inspirieren zu lassen. Die SchülerInnen der Klassen 9 agierten hier als Experten und freuten sich über das rege Interesse an ihrer spannenden Zeit in den verschiedenen Betrieben, die alle üblichen Bereiche an Berufstypen abbildeten: handwerklich-technisch, künstlerisch-kreativ, sozial-pflegerisch und kaufmännisch-verwaltend.

Das Berufsorientierungsteam und die interessierten KollegInnen bedanken sich herzlich bei den SchülerInnen für ihre aussagekräftigen und kreativen Präsentationen.

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Plakat Konzert Chöre

Gemeinsames Konzert von laFilia, „Art of the voice“ und „musica viva“ am 03. März

(SIM, 19.02.2024) Nachdem unser Chor „Art of the Voice“ und die Kammerphilharmonie „musica viva“ bereits im Rahmen des großen Adventskonzerts in Koblenz vor ein paar Wochen zusammen musiziert
haben, werden die beiden mehrfach preisgekrönten Oberstufen-Ensembles unserer Schule nun ein ganzes Konzert bestreiten. Unter Mithilfe und Mitwirkung des Mädchenchores laFilia werden
ungefähr 120 Schülerinnen und Schüler des LMG am Sonntag, dem 03. März um 17 Uhr mit Werken von Mendelssohn, Brahms und Rheinberger die Sayner Hütte in Bendorf-Sayn zum
Klingen bringen.

Karten dafür gibt es im Sekretariat unserer Schule unter 02602 – 134980 oder info@musikgymnasium.de

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Weiberfastnacht am Landesmusikgymnasium – es leben die 80er!

(SMN, 14.02.2023) Am vergangenen Donnerstag, dem 08. Februar 2024, wurde am Landesmusikgymnasium die fünfte Jahreszeit gefeiert. So konnte man auch an diesem Morgen so wie bereits im letzten Jahr  ungewöhnliche Besucher in der Turnhalle unserer Schule entdecken: Gäste aus Hollywood, Prinzessinnen, Ritter, Piraten, Clowns, Wikinger, Minions, Brautpaare, Topmodels, Cowboys und jede Menge gute-Laune-Musik aus den 80ern. Es wurde getanzt, musiziert, gespielt und gelacht. Zu dem großen Erfolg der Veranstaltung trugen die abwechslungsreichen Beiträge der Schülerinnen und Schüler und die tolle Organisation im Vorfeld durch den 11er-Rat bei. Alaaf!

 

Impressionen von den Kappensitzungen:

Auf ein Wort

Das LMG beim Forum Zukunft in Ingelheim

Forum Zukunft Netzwerke schaffen(GEC, 05.02.2024) Die Initiative Schule der Zukunft des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz konnte bei ihrer Auftaktveranstaltung „Forum Zukunft“ in Ingelheim vom 31.01.-01.02. für die zweite Runde fast 100 Schulen begrüßen. Bei der jährlichen Fachtagung kamen rund 200 VertreterInnen der Schulen, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektionen, des Pädagogischen Landesinstitutes, der Studienseminare und des Ministeriums zusammen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig ließen es sich nicht nehmen, die VertreterInnen persönlich zu begrüßen und sich über ihre Arbeit an den Schulen zu informieren: „Gute und gerechte Bildung ist für die Landesregierung das zentrale Thema“, so die Ministerpräsidentin. Und weiter: „Wir leben in einem Veränderungsjahrzent und das wird auch in der Bildung deutlich“. So verwunderte es nicht, dass die Referenten Prof. Klaus Zierer, bundesweit bekannter Erziehungswissenschaftler an der Universität Augsburg, auf Grundlage der Pisa-Studie und der Ergebnisse der Hattie-Forschung Möglichkeiten aufzeigte, welche Maßnahmen zu zukünftigem Bildungserfolg führen können, und in Person von Prof. Silvia-Iris Beutel, Schulpädagogin und Didaktikerin an der Technischen Universität Dortmund, darlegte, wie eine zeitgemäße, kompetenzorientierte Lern- und Prüfungskultur zukünftig in Vorbereitung auf die Berufswelt aussehen könnte.

VertreterInnen der teilnehmenden Schulen„In der Initiative werden die zentralen Zukunftskompetenzen Kreativität, kritisches und vernetztes Denken und Kollaboration gefördert. Durch die enge Begleitung von Schulen und den ständigen Austausch innerhalb des Netzwerkes ist gewährleistet, dass möglichst alle von den Ideen einzelner profitieren und weitere Initiativen und Projekte nach sich ziehen.“, so die Bildungsministerin.

Ministerpräsidentin Dreyer und Bildungsministerin Hubig im GesprächDas „Forum Zukunft“ findet einmal jährlich statt. Dabei treffen sich an zwei Tagen die beteiligten Schulen und diskutieren gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft, Schulverwaltung und Unterrichtspraxis über den Stand ihrer Projekte sowie Ideen zur Weiterentwicklung von Schule.

Wir freuen uns sehr, seit Dezember Teil dieses Netzwerkes zu sein und Entwicklung von Schule mitzugestalten.

 

Bilder: Staatskanzlei RLP / Jonas Werner-Hohensee

Besuch der Gedenkstätte in Hadamar

(Romy Falk, Felix Kettemer, Janne Spitzner (MSS12), 01.02.2024) Am 11.01.23 haben wir als Stufe 12 gemeinsam mit unseren Religionsfachlehrerinnen Frau Hannappel und Frau Jäger die Gedenkstätte in Hadamar besucht, welche an den Genozid an psychisch und körperlich Kranken und Beeinträchtigten erinnert, der sich in Hadamar zur Zeit des 2. Weltkriegs zugetragen hat.

Die Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar war unserer Meinung nach ziemlich gelungen. Besonders gefallen hat uns die Art und Weise, wie wir an das Thema herangeführt wurden. In Form eines Zeitstrahls sollten wir Zitate über beeinträchtigte Menschen einer bestimmten Dekade zuordnen. Bei der Auflösung war es durchaus erschreckend, dass einige Zitate, die wir für sehr alt gehalten haben, nicht so lang her waren. Außerdem haben wir uns in Gruppen mit den Biografien Betroffener auseinandergesetzt, indem wir uns mit Boxen mit Infomaterial und personenbezogenen Gegenständen beschäftigt und unsere Ergebnisse einander vorgestellt haben. Vor allem der abschließende Actionbound, ein interaktiver Guide auf I-Pads, hat uns persönlich sehr zugesagt. Dieser war wie eine Art Ralley durch die Gedenkstätte aufgebaut. So hatte man die Möglichkeit, in kleineren Gruppen das Gelände besser zu erkunden und Punkte, die man vorher weniger
beachtet hatte noch einmal besser zu verinnerlichen. Durch diese interaktiven Aufgaben bekam man das Gefühl, nicht einer langweiligen Führung zuzuhören, sondern sich das Wissen über diesen historischen Ort selber zu erarbeiten.

Abschließend lässt sich sagen, dass uns die Exkursion sehr zugesagt hat und wir sind der Ansicht, dass auch für weitere Schulklassen dieser Ort auf jeden Fall eine Besichtigung wert ist, da man nochmal einen anderen Blickwinkel auf die NS-Zeit und die dazugehörige Euthanasie-Thematik erhält.

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Jom ha Shoah – der Shoah-Gedenktag in unserer Schule und im Landtag

(SMU, 27.01.2024) Unter #niewieder wurde am Samstag, den 27.1.2024 im Mainzer Landtag der Opfer des Holocaust gedacht. Landtagspräsident Hendrik Hering betonte in seiner Rede unter dem #nie wieder, dass antidemokratische Kräfte sich mit ihren Ideen der Menschenverachtung und Ausgrenzung eine breite gesellschaftliche Basis schaffen, um unsere Demokratie auszuhöhlen und schließlich zu zerstören.

Mit Blick auf den ersten Artikel des Grundgesetzes betonten er sowie auch die stellvertretende Ministerpräsidentin Katharina Binz, dass es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben darf für Entwürdigungen jedweder Art!

Damit wurde der Blick auf den Kerngedanken der diesjährigen Veranstaltung gerichtet: Die Wortbeiträge der Veranstaltung nahmen das Schicksal gesellschaftlicher Gruppen der eigenen Bevölkerung in den Blick: die sogenannten Asozialen und Berufsverbrecher.

Diesen Bevölkerungsgruppen beraubte man während der NS-Herrschaft systematisch ihrer Rechte, grenzte sie aus, sterilisierte viele von ihnen und nahm den so Gebrandmarkten am Ende auch noch das Leben.

Mehrfach betonten die Redner, dass die wichtigste Grundlage unserer demokratischen Welt die unabdingbare Wahrung der Würde eines jeden Menschen ist.

Mit unseren drei Stücken aus dem Lebensmelodienprojekt gaben wir der Veranstaltung in Mainz einen würdigen musikalischen Rahmen.

Die Kompositionen von Shmuel Blasz und Joseph Mandelbaum erinnern in eindrücklicher Weise an die jüdischen Schicksale dieser dunklen Zeit.

Die gesamte Veranstaltung kann man auf youtube anschauen unter folgendem Link: https://www.youtube.com/live/9AvOCv5pg3U?si=xP1DlMqzHdIMIzQ6

 

Am Tag vor unserer Teilnahme an der Gedenkveranstaltung im Landtag fand auch schon bei uns an der Schule in einem kleinen Rahmen ein Gedenken statt.

Mit unseren Fahrten nach Auschwitz und dem Projekt Lebensmelodien haben wir die Erinnerungskultur schon seit vielen Jahren in unser Schulleben eingebunden.

In seinem Wortbeitrag machte Axel Müldner anhand von bildhaften Vergleichen deutlich, welche Dimensionen die Menschenverachtung und Ermordung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland damals angenommen hatten.

Zitat: „Es handelte sich … um den ersten Versuch eines Völkermords unter Zuhilfenahme logistischer Planung im industriellen Maßstab.

1935 lebten rund 11 Millionen Juden in Europa, 10 Jahre später lag ihre Zahl bei fünf Millionen.

Sechs Millionen Menschen – die Bevölkerung unseres Bundeslandes RLP beläuft sich auf ungefähr 4,2 Millionen.

Sechs Millionen: Wenn wir jeden Namen der Opfer laut vorlesen würden und man bräuchte für jeden Namen im Schnitt zwei Sekunden, dann würde das 139 Tage dauern, das sind über viereinhalb Monate; 139 Tage und Nächte; 30 Namen in einer Minute; 1800 in einer Stunde, 43.200 Namen am Tag, 139 Tage lang.

 

Eine andere Rechnung:

In Auschwitz-Birkenau wurden während des Betriebs von 1044 Tagen annähernd 1,1 Millionen Menschen ermordet; das sind pro Tag im Schnitt 1050 Personen, Tag für Tag, für Tag.

Das ist das Doppelte des LMG mit Schülerschaft und allen Mitarbeitenden.

Aber vielleicht waren es auch damals für die Organisatoren dieses Völkermordes nur Zahlenspiele.“

 

Angesichts der gegenwärtigen gesellschaftlichen Veränderungen ist es von großer Wichtigkeit, dem erneuten Anwachsen rassistischen und antisemitischen Gedankengutes bewusst entgegenzutreten.

Zitat: „Meine und eure Generation haben an diesem Völkermord keine Schuld, es sind Teile meiner Großvater- und eurer Urgroßvater-Generation, die durch aktives Handeln oder passives Wegsehen Schuld auf sich geladen haben.

Unser aller Aufgabe als Schüler des Lebens und der Geschichte ist es nicht, die Schuld für diese Verbrechen auf unsere Schultern zu laden, sondern die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass die Erinnerung an die Verbrechen unserer Vorfahren niemals aufhört, wir machen uns erst dann schuldig, wenn wir zulassen, dass das Erinnern in Vergessenheit gerät.“

 

Christof Haxel-Schamuhn stellte zwei Gedanken in den Mittelpunkt seiner Rede:

Das Lebensmelodien-Projekt ist eine besondere Form von Rache!

Vor ihrem Tod hatte die Großtante von Nur Ben Shalom, dem Initiator und künstlerischen Leiter des Projektes, ihren Angehörigen einen Abschiedsbrief übermittelt, der mit den Worten endete: „… und soweit es euch möglich ist, nehmt RACHE!“

Als Nur diesen Brief als Kind zu lesen bekam, da setzte sich in ihm der Gedanke und die Frage fest, wie er angemessen Rache üben könne. So kam es dazu, dass er das Projekt Lebensmelodien begründete.

Seine Antwort, seine Form der Rache war es, die Melodien der verfolgten und getöteten Juden, ihre Namen und ihre Lebensgeschichte, wieder ins Leben zurückzuholen.

Für uns und unsere Schule ist das Lebensmelodien-Projekt genau die richtige Form der Annäherung an das Geschehen der Shoah und genau die richtige Form des Erinnerns an die Leidensgeschichten der Verfolgten und Ermordeten in der Zeit des Nationalsozialismus.

Indem wir den Komponisten und ihren Melodien ein neues Leben schenken, leisten wir mit unserer Schule einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung in Verantwortung für die Zukunft.   #nie wieder

 

 

Ernennenung des LMGs zur Schule der Zukunft

Das Landesmusikgymnasium wird „Schule der Zukunft“

(GEC, 16.01.2024) Die Herausforderungen und exponentiellen Entwicklungen unserer Zeit stellen auch neue Anforderungen an das Lernen und Arbeiten in Schulen im 21. Jahrhundert. Das Landesmusikgymnasium stellt sich diesen Herausforderungen: SchülerInnen zu befähigen, ihre Stärken und Neigungen zu entdecken und anregende Umgebungen zu schaffen, in denen sie diese optimal entwickeln können. Die Schulgemeinschaft entwickelte auf einem gemeinsamen Selbstreflexionsprozess der eigenen Erziehungs- und Bildungserfahrungen ein Leitbild, das individuelles Gelingen von Bildung und Erziehung im Sinne der Schulkultur beschreibt und für die Zukunft tragen soll. Durch einen regelmäßigen, partizipativen SOLL-IST-Abgleich der Schulgemeinschaft werden Jahresthemen konkretisiert, in deren Mittelpunkt der individuell Lernende steht, dem in einer wertschätzenden Atmosphäre, eine Chance auf eine lebensweltvorbereitende Bildung und Entfaltung des eigenen Potentials ermöglicht werden soll.

Schule der Zukunft Logo

Schule der Zukunft Logo

Vor diesen aktuellen Herausforderungen steht unsere Schule nicht allein und so hat sich die Landesinitiative „Schule der Zukunft“ vor zwei Jahren auf den Weg gemacht, Schule neu zu denken und die Ideen für das Lernen von morgen zu entwickeln. Im Mittelpunkt dieser bottom-up-Initiative steht ein auf mehrere Jahre angelegter Schulentwicklungsprozess, der von den einzelnen Schulgemeinschaften entwickelt und gestaltet wird. Die Schulen werden bei ihrem Transformationsprozess durch das Ministerium für Bildung, das Pädagogische Landesinstitut sowie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) begleitet. Das Landesmusikgymnasium wurde gemeinsam mit 50 anderen Schulen aller Schularten aus ganz Rheinland-Pfalz mit seiner nach den Worten der Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig „kreativen, spannenden und zukunftsweisenden Bewerbung in die Familie der Schulen der Zukunft (SdZ)“ am 19.12. in Ingelheim beim Kick-off des zweiten Jahrgangs aufgenommen.

Zu den Teilnahmekriterien zählt neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit die Einbindung der gesamten Schulgemeinschaft, die Bereitschaft eigene Erfahrungen zu teilen und den Transformationsprozess unter den beteiligten Schulen aktiv mitzugestalten. Während des Schulentwicklungsprozesses erwartet die Schulen ein breites Angebot an Unterstützung und Impulsen: Von gemeinsamen Townhalls zu verschiedenen Schwerpunktthemen, Input aus der Wissenschaft, Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulleitungen bis zu gemeinsamen Planungstischen mit dem Ministerium, der ADD und dem Pädagogischen Landesinstitut. Aus diesem ersten Planungstisch-Treffen im Bildungsministerium mit Herrn Dr. Oebel (Stv. Leiter der Abteilung für Gymnasien im Bildungsministerium), Herrn Kaul (Referent der Obersten Schulaufsicht im Bezirk Koblenz), Herrn Grabis (Mitinitiator der Initiative Schule der Zukunft im Bildungsministerium), Frau Kinnen (Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten der Abteilung für Gymnasien) und Frau Özdemir (Referentin ADD Bezirk Koblenz) am 15.01.2024 startet das LMG mit neuem Rückenwind, Ideen und Unterstützungsangeboten in das zweite Halbjahr.

Gruppenfoto_SdZ Kick-Off zweiter Jahrgang ©BM Jonas Birk

Gruppenfoto SdZ Kick-Off zweiter Jahrgang ©BM Jonas Birk

Die Idee der Initiative zur kontinuierlichen, gemeinsamen Weiterentwicklung soll nun insbesondere durch den Zusammenschluss von Schulen der ersten und zweiten Bewerberrunde mit thematisch ähnlichen Entwicklungsvorhaben zu sogenannten professionellen Lerngemeinschaften erfolgen. „Das kooperative Format von professionellen Lerngemeinschaften führt so die an der Initiative teilnehmenden Schulen gewinnbringend zusammen, nutzt den Ideenreichtum und die kreativen Synergien der Zusammenarbeit“, erklärte die Ministerin eine der Neuerungen.

Das Landesmusikgymnasium freut sich, genauso wie die inzwischen fast 100 Schulen der Zukunft, schon jetzt auf einen Höhepunkt des Jahres 2024: das Netzwerktreffen aller SdZ-Schulen beim „Forum: Zukunft“ am 31.01.-01.02. in Ingelheim, bei dem die Schulen neben interessanten Impulsen aus der Wissenschaft die Ministerpräsidentin Malu Dreyer hören werden.

Weitere Informationen zur Initiative „Schule der Zukunft“ sowie wichtigen Meilensteinen erhalten Sie unter: https://schule-der-zukunft.rlp.de/die-initiative

 

Neuanmeldungen am Landesmusikgymnasium

(RAD, 06.01.2024) Von Montag, den 08.01.2024, bis Freitag, den 12.01.2024, werden im Sekretariat die Anmeldungen für das Schuljahr 2024/25 angenommen. Von Montag bis Donnerstag ist das Sekretariat von 08:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, am Freitag bis 12:00 Uhr.

 

Alle weiteren Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Service – Anmeldung.

BigBand Blueberry Jazz

Weihnachtskonzerte des Landesmusikgymnasiums in der Stadthalle Mons Tabor am 20. und 21.12.2023

Sinfonieorchester(GEC, 03.01.2024) Auch bei den Konzerten in Montabaur steht das Gemeinschaftsgefühl aller Mitglieder der Schule im Vordergrund. Unterschiedliche Genres, eine abwechslungsreiche Programmauswahl, vielfältige Ensembles…Klein und Groß musizieren gemeinsam, um vor fast ausverkauftem Haus den ZuschauerInnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. „Die Ensemblearbeit ist das, was unsere Schule ausmacht“, gibt Herr Rademacher bei der Begrüßung an. „Bei 18 Ensembles kann jede Schülerin und jeder Schüler seine individuellen Fähigkeiten voll entfalten.“ Aber wie bereits beim Konzert in Koblenz fand das Zusammenspiel über die Ensemblegrenzen hinaus statt. Das Streichervororchester unter der Leitung des Musikkoordinators Tobias Simon begleitete den stimmgewaltigen Chor der 6. Klassen (Leitung: Daniel Oster) bei traditioneller Weihnachtsmusik. Das neu zusammengesetzte Gitarrenquartett erreichte beim Abschluss ihres Kanons mit dem gefühlvoll gesungenen „Hallelujah“ durch die MSS 13 ihren Höhepunkt. Auch der Mädchenchor „laFilia“, unter der Leitung Raimonds Spogis ließ es sich nicht nehmen, die beeindruckenden Klänge des Sinfonieorchesters (Leitung Winfried Vögele) gesanglich zu untermalen.

Miniatur-Operette Candle-Light-DinnerDer Lehrer-Moderator Martin Balser stellte beispielhaft für alle auftretenden MusikerInnen die herausragenden und vielfältigen musikalischen Fähigkeiten der SchülerInnen der MSS 13 heraus. Diese zeigten ihre Begeisterung und Dankbarkeit für die gemeinsamen Jahre am Landesmusikgymnasium in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen, Ensembles und an den verschiedensten Instrumenten. Ihre Beiträge zum Gelingen der Konzerte gipfelte in der von Jan Feldmann (MSS 13) komponierten Miniatur-Operette „Candle Light Dinner“ für zwei Solisten und Orchester. Diese Dankbarkeit und „das Gefühl einer großen Familie“, laut der Schüler-Moderatorin Feline Just zeigte sich ebenso im Überraschungsauftritt eines Ehemaligenorchesters der Abiturientia 2021 und 2022, denen auf Grund der Einschränkungen in der Corona-Zeit Weihnachts- und Stufenkonzerte verwehrt blieben. Unterstützend fanden sich erneut SchülerInnen der MSS13 ein, um den Klangkörper durch die Bandbreite der Instrumente zu vervollständigen.

Flötenensemble Flautastique„Ich hatte mich immer gefragt, wie es die Schule schafft, gleich dreimal die Konzerthallen zu füllen…aber die große Abwechslung von BigBand (Leitung: Andreas Steffens) zu Querflötenensemble (Leitung: Karoline Schaeferdiek), Solisten und großen Ensembles wie Symphonisches Blasorchester oder Gospelchor mit jeweils nahezu 80 MusikerInnen und die Möglichkeit, drei unterschiedliche Programme interpretieren zu können, bietet etwas für alle Musikinteressierten“, zeigte sich eine Zuschauerin in einer Konzertpause begeistert. Denn nicht nur leise, besinnliche Klänge mit vielen Solisten in den einzelnen Instrumentengruppen wie bei der Interpretation des SBOs von „Spirit of Scotland“ (Guido Rennert) unter der Leitung Philipp Hebgens oder weihnachtliche Klänge des Blechbläserensembles unter der Leitung Martin Balsers stimmten auf die Weihnachtszeit ein, sondern auch rockige Interpretationen Dvořáks 9. Symphonie durch ein Cello-Quintett unter Mitwirkung der Musikkollegen Stefan Welsch und Tobias Simon (Cello) sowie Stefan Kohmann (Schlagzeug) oder Jazz-Einlagen der Combo „OnCue“ (Leitung: Walter Born).

Die beeindruckende Inszenierung der vielfältigen Musik-Genres wäre nicht möglich gewesen, ohne ein hochprofessionelles und eingespieltes Bühnen- und Technikteam aus SchülerInnen aller Jahrgangsstufen, die die Ensembles im rechten Licht und Ton erstrahlen ließen.

Die leuchtenden Augen der mitwirkenden Kinder und Jugendlichen auf der Bühne entschädigten die Ensembleleiter für die zeitintensive und teilweise aufreibende Probephase der letzten Wochen und erfüllte die Herzen der BesucherInnen: Musik verbindet!

 

Cello Quintett mit Gästen Combo OnCue Gitarrenensemble mit Jahrgangsstufen 13 Chor
Solistin Kunigunde KösterSinfonisches Blasorchester

 

Big Band Yellow Tones und Feeling-Good-Strings

Abwechslungsreicher Konzertabend des Landesmusikgymnasiums vor vollem Haus in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz

Kammerphilharmonie(GEC, 20.12.2023) „Obwohl ich selbst nun kurz vor dem Abitur stehe und schon viele musikalische Highlights an dieser Schule miterleben durfte, bin ich immer noch sprachlos von den musikalischen Fähigkeiten meiner Mitschülerinnen und Mitschülern in den unterschiedlichsten Genres und Instrumentengruppen.“ Diese Huldigung der Schüler-Moderatorin Emily Gelitz beschreibt das dargebotene musikalische Feuerwerk der sehr vielfältigen Ensembles in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz sehr gut. Das voll besetzte Haus bestärkte die SchülerInnen, zu Topform aufzulaufen und ließ die in langer Probenarbeit einstudierten Darbietungen in Perfektion erklingen, wie nicht nur am Beifall der ZuschauerInnen sondern auch in den begeisterten Gesichtern der einzelnen Dirigenten deutlich wurde.

GospelchorGanz im Sinne der Weihnachtsbotschaft stand laut dem Lehrer-Moderator Herrn Andreas Steffens „das Zusammenspiel der Ensembles an diesem Abend im Vordergrund“, wobei sein Ensemble, die Big Band Yellow Tone Orchestra, eine besondere Konstellation präsentierte: den bereits mehrfach interpretierten Song „Feelin Good“ mit den spontan zusammengesetzten Feeling-Good-Strings. In bewährter schulischer Tradition unterstützte die MSS 13 den Chor der 5. Klassen bei ihrer Version des ersten international bekannten Gospelgesangs „Oh Happy Day“ unter der Leitung der Ordensschwester Whoopi „alias Daniel Oster“ Goldberg. Doch auch das Gitarren-Ensemble Cantomano unter der Leitung Herrn Volker Höh ließ es sich nicht nehmen, mit den hüftschwingenden FünftklässlerInnen die südamerikanischen Rhythmen von „Un Pocito Cantas“ zu inszenieren. Auch der Kammerchor Art oft the voice, seit Sommer unter der Leitung Herrn Matthias Chartons auf über 80 Mitglieder angewachsen, setzte bei der Stückauswahl auf eine Interpretation „Dona nobis pacem“ aus der h-Moll-Messe J. S. Bachs im Zusammenspiel mit der Kammerphilharmonie Musica Viva.

Kammerchor und KammerphilharmonieEin Großteil der Schülerinnen und Schüler konnte ihre musikalische Begeisterung gleich mehrfach in unterschiedlichen Bereichen und Ensembles präsentieren. Eine Schülerin, die das Landesmusikgymnasium im nächsten Jahr nach ihrem Abitur schmerzlich vermissen wird, stach dabei durch fünf Auftritte heraus: Clara Wagner, die mit ihrer Klarinette das anspruchsvolle Stück „Il carnevale di venzia – Capriccio variato“ fulminant als Solistin vortrug, zeigte sich ebenso eindrucksvoll an der Bassklarinette im Sinfonischen Blasorchester unter der Leitung Philipp Hebgens, am Cello in der Kammerphilharmonie und den Feeling-Good-Strings, als auch als Sängerin in den verschiedenen Chören.

Die über 1300 ZuschauerInnen lauschten beinahe atemlos den zarten Tönen der Holzbläser sowie den stimmstarken GesangssolistInnen, wippten im Takt bei den rhythmischen Klängen des Gospelchors und Cantomanos, begeisterten sich für die Impro-Solos der Big Band und spendeten den einzelnen Ensembles abschließend tosenden Applaus. Herr Tobias Simon, der als Musikkoordinator der Schule die Zusammenstellung der verschiedenen Ensembles zu den einzelnen Konzerten koordiniert hatte, schien den Nerv des Publikums getroffen zu haben. Eine Zuschauerin brachte ihre Begeisterung über die Genre-Vielfalt im Programm zum Ausdruck: „Es war einfach für jeden etwas dabei!“

Wenn auch Sie noch nach einer kleinen Auszeit in der stressigen Vorweihnachtszeit suchen: nutzen Sie die Gelegenheit und besuchen Sie eines der beiden Konzerte (20.12. oder 21.12. jeweils ab 19:30 Uhr) mit erneut abwechslungsreichen Programmen in der Stadthalle Montabaur. An der Abendkasse werden noch einige Rest-Karten zum Verkauf angeboten.