Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz

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Die Blueberries bei ‚Bingen swingt’

(MEL, 28.06.2018) Am 22. Juni war die Big Band II des LMG, The Blueberry Jazz Orchestra, zu Gast beim internationalen Festival „Bingen swingt“. Der Auftritt bei diesem renommierten Festival am vergangenen Wochenende, an dem über 30 Bands zu hören waren, war sozusagen die Belohnung für den 1. Preis beim letzten Landeswettbewerb Jugend Jazzt, den die Nachwuchs-Bigband 2017 gewonnen hat. Sicherlich ein würdiger Rahmen, um das herausragende Niveau und die Spielfreude der jungen Musiker des LMG einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Die einzigartige Kulisse und Atmosphäre inspirierten die Blueberries und ihren überaus engagierten Leiter Andreas Steffens erneut zu Höchstleistungen und waren sogar dem SWR eine Kurzreportage wert. Unter folgendem Link (Minute 21-23) kann man die Sendung nachverfolgen und sich davon überzeugen, dass die Blueberries ihres Konzertpreises mehr als würdig waren.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/SWR-Aktuell-RP-Sendung-19,av-o1033734-100.html

Impressionen vom Sommerfest 2018

Projekttage am LMG fanden großen Anklang

(PL, 20.06.2018) In der vorletzten Schulwoche wurde am Landesmusikgymnasium, statt im normalen Klassenverband und im 45-Minuten-Takt, drei Tage lang in Projektform gearbeitet. Während sich vor allem höhere Jahrgänge auf Kursfahrt befanden, durften sich die Daheimgebliebenen in kleinen Gruppen mit so unterschiedlichen Themen wie Psychologie, Bodypainting, Rettungsschwimmen, Golf, Papierherstellung oder dem Klimawandel beschäftigen. Im Schulgebäude herrschte gute Laune und eine produktive Atmosphäre, beim Projekt „La cuisine française“ duftete es nach Kräutern oder Crêpes, Schülergruppen machten mit Digitalkameras Jagd auf das perfekte Motiv und beim „Klangtheater“ wurde akustisch experimentiert. Man bakte Brot, produzierte Hörspiele, half im Tierheim, sammelte Briefmarken oder gestaltete mit Ton. Befragte Schüler und Schülerinnen sind sich einig, dass die Projekttage eine gelungene Alternative zum regulären Unterricht waren und sie sich eine Wiederholung wünschen. Eindrücke der Arbeit in den Projektgruppen finden Sie in Kürze hier.

Eltern beklagen mangelnde Sozialarbeit an Schulen

Westerwälder Zeitung vom 16.06.2018

Individuelle und finanzielle Schäden befürchtet

Die Arbeitsgemeinschaft Schulelternbeiräte schlägt Alarm: Es gibt deutlich zu wenige Schulsozialarbeiter im Land – und das hat negative Konsequenzen, so die Meinung des Gremiums. Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen in Mainz und Umgebung hat einen offenen Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Stefanie Hubig (beide SPD) verfasst. 

„Schule benötigt Schulsozialarbeit“, heißt es. Eine ausreichende und qualifizierte Schulsozialarbeit in allen Schulen sei unerlässlich – reaktiv und präventiv. Findet sie nicht statt, werden Gesellschaft und Individuen nachhaltig geschädigt – auch finanziell –, prophezeien die Betroffenen. Und sie unterlegen ihre Befürchtungen mit Zahlen. Allein für die rund 6000 Schüler an den Stadtgymnasien in Mainz sei derzeit nicht ein einziger Sozialarbeiter verfügbar. Und Mainz stelle keinen Einzelfall dar. 

„Die bereitgestellten Mittel für Schulsozialarbeit in Rheinland-Pfalz reichen nicht aus, um den Bedarf auch nur ansatzweise zu decken. Insbesondere Gymnasien werden bei der Zuweisung von Schulsozialarbeit benachteiligt“, heißt es. Das gelte selbst dann, wenn die Mittel nach einem Sozialindex vermehrt anderen Schulformen zustehen sollen, was die Arge ausdrücklich unterstützt. Aber, so das Gremium, ob gewünscht oder nicht – die Unterschiede zu den anderen Schulformen haben sich verringert. 

„Es kann nicht sein, dass wir seit so vielen Jahren immer wieder Diskussionen um Zuständigkeiten hören und keine Mittel zur Verfügung gestellt werden“, heißt es. Andere Bundesländer wie beispielsweise Hessen seien mit 700 zusätzlichen Stellen für den Schulen direkt zugeordneten Schulsozialarbeitern auf einem besseren Weg.

Und noch ein Problem komme hinzu und erhöhe den Bedarf an Schulsozialarbeit: Die Betreuung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Auch diese zusätzliche Aufgabe müsse von den Schulen mit dem bestehenden Personalbestand umgesetzt werden. 

Der Ruf nach einer Bildungsoffensive im Land sowie die Forderung nach einer wirksamen Erhöhung des Bildungsetats für alle Schulformen und Schultypen wurde von der Arge bereits im vergangenen Sommer in einer Onlinepetition formuliert. Bisher wurde diese von rund 5800 Menschen unterzeichnet. Das Ziel liegt bei 10 000 Unterschriften.

Sie finden die Petition im Internet unter der Adresse www.ku-rz.de/bildungsoffensive

 

Den Wortlaut des offenen Briefs finden Sie hier.

Traditionelles Sommerfest am LMG in neuem Gewand

(MEL, 10.06.2018) Das Sommerfest des LMG am vorletzten Schultag (Do., 21.06.2018) ist wie immer der feierliche Abschluss eines arbeitsreichen Schuljahres. In entspannter und familiärer Atmosphäre trifft sich die Schulgemeinschaft ab 11:30 in ihrer ganzen bunten Vielfalt zum gemeinsamen Feiern und Austausch. Diesmal soll der Begegnungscharakter deutlich mehr im Vordergrund stehen; aus diesem Grund wird das Fest etwas mehr um den Schulhofbereich herum ‚zentralisiert’. Koordiniert und organisiert von einer eigens ins Leben gerufenen Sommerfest-AG gibt es neben einer Hüpfburg einige weitere interaktive Spiele von diversen Klassenstufen, und natürlich gehört zu einem guten Fest auch gute Musik. Zahlreiche Ensembles der Schule lassen es sich nicht nehmen aufzutreten und somit zum Gelingen des Festes beizutragen. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Dank großzügiger Unterstützung durch die Eltern gibt es ein umfangreiches Salat- und Kuchenbüffet und der SEB wird auch in diesem Jahr wieder den Grill anwerfen.

Einen detaillierten Auftrittsplan der einzelnen Ensembles finden Sie in Kürze hier

Stufenkonzert_MSS11_2018

„Ocean‘s 11 – Welcome to Gangsta‘s Paradise“

Stufenkonzert der MSS 11 am 19. Juni

(Emma Reichert, MSS 11 / MEL, 09.06.2018)  Am Dienstag, 19. Juni um 19:30 lädt die MSS 11 zu ihrem ersten Stufenkonzert unter dem Titel „Ocean’s 11 – Welcome to Gangsta’s Paradise“ in die Aula des Musikgymnasiums ein. Einlass ist ab 19 Uhr. Das Motto verspricht einen ebenso spannenden wie unterhaltsamen Abend! Das Programm ist wie immer bunt und vielfältig; kleine und große Ensembles bis hin zur Stufen-Bigband und -Chor sowie eine mehrsätzige chorsinfonische Eigenkomposition warten darauf, sich einem zahlreichen Publikum zu präsentieren. Für Getränke und Snacks ist ebenfalls gesorgt.

Der Eintritt ist frei, jedoch freuen wir uns über Spenden für unsere Stufenkasse :)

Nachruf Prof. Irina Edelstein

(Adomeit, 08.06.2018)

Nachruf_Edelstein

 

Schirmherrschaft_02

Geglückte Schirmherrschaft am LMG

Sparkasse Westerwald-Sieg erfreut Internatsschüler des LMG

Schirmherrschaft_01(MEL, 07.06.2018)  Leuchtend rot sehen sie aus, die 40 nagelneuen Regenschirme, die Christof Quernes von der Sparkasse Westerwald-Sieg heute bei strahlendem Sonnenschein dem Internatsleiter des Landesmusikgymnasiums Wolfgang Schneider überbracht hat. Eine vorausschauende und überaus sinnvolle Maßnahme, die der Internatselternbeirat angestoßen und die Sparkasse Westerwald-Sieg als langjähriger treuer Partner pünktlich zur Fertigstellung des neuen Internatsgebäudes umgesetzt hat. Im Zuge der sich anschließenden Kernsanierung des alten Gebäudes, die ca. zwei Jahre in Anspruch nehmen wird, wird es für die Internatsbewohner nicht möglich sein, auf kurzem Weg z.B. die Speiseräume zu erreichen, sondern sie müssen um das ganze Gebäude herum gehen und damit weite Wege in Kauf nehmen – bei Wind und Wetter. Aber dank der großartigen Beschirmung mit dem ganz kleinen, unauffälligen Logo lässt sich diese lange, harte Umbau-Zeit mit Sicherheit gut überstehen! Die Internatskinder, ihre Eltern und Erzieher danken der Sparkasse Westerwald-Sieg sehr für ihre Unterstützung!

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„FlutEmotion“ im Keramikmuseum

Das Querflötenensemble bietet Ungewohntes für Auge und Ohr

(K. Scheferdiek / MEL, 04.06.2018)  Das 10-köpfige Ensemble bestehend aus professionellen Flötistinnen (u.a. Karoline Schaeferdiek) fasziniert bereits seit über zehn Jahren mit gelungenen Adaptionen bekannter Werke und fesselt mit Originalkompositionen für diese besondere Besetzung. 

Dabei sind das spritzige Piccolo, silbrig klingende Querflöten, samtige Alt- und dunkle Bassflöten genauso vertreten wie die seltene Kontrabassflöte. Am Freitag, 8. Juni um 19:30 kann man das Ensemble FlutEmotion live im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen erleben.

Es erwartet Sie ein buntes Programm mit Kompositionen u.a. von

G.F. Händel, Wil Offermans, William Boyce, John Rutter und Catherine McMichael.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

ManuMosesMore_11

„Wir wollen etwas Großes machen“

Westerwälder Zeitung vom 29.05.2018

Schüler der Rudolf-Steiner-Schule und des Landesmusikgymnasiums setzen „Manu, Moses & More“ in Szene

(Markus Müller)  Vor langer, langer Zeit war die Welt noch nicht – diesen Prolog singt der Chor vor der dunklen Bühne, noch ehe das Schöpfungsepos mit „Es werde Licht“ einsetzt. So beginnt das eurythmisch-sinfonische Theaterprojekt „Manu, Moses & More“ der Rudolf-Steiner-Schule Mittelrhein in Neuwied und des Landesmusikgymnasiums Rheinland-Pfalz in Montabaur, das jetzt mit zwei Vorstellungen in der Stadthalle Ransbach-Baumbach abschloss. 

Doch noch befinden sich Tänzer, Musiker und Sänger in der Turnhalle – und dunkel ist es auch nicht. (…) Es ist gar nicht so einfach, die quirlige Menge aus Kindern und Jugendlichen von der dritten bis zur zwölften Klasse nicht nur unter Kontrolle zu halten, sondern ihnen auch zu vermitteln, was ihr Spiel (und das aller Mitwirkenden) im Sinne der Eurythmie bedeuten und vor allem auch vermitteln soll: einen eigenen Beitrag zu den großen Ereignissen in der Welt leisten. (…)

Und wie kam es überhaupt zu dem groß angelegten Eurythmieprojekt? Silvia Vögele erzählt: „Vor zwölf Jahren wurde an mich und meinen Mann Winfried, Lehrer am Musikgymnasium, aus Dornach in der Schweiz der Wunsch herangetragen, ob wir für die Weltlehrertagung etwas Großes machen könnten.“ Dadurch entstand 2008 „The Song of Waitaha“, dem fünf Jahre später „Guarani“ nach dem Schöpfungsmythos der südamerikanischen Indianer, folgte. Dieses Projekt führte viele Schüler beider Bildungseinrichtungen sogar in die Favela Monte Azul in Sao Paulo.

„Im aktuellen Fall beschäftigte mich unsere eigene Schöpfungsgeschichte“, berichtet Silvia Vögele. „Ein Weckruf für mich, mich mit der eigenen Religion und Kultur auseinanderzusetzen, waren die Flüchtlingsströme 2015/2016. Und der Weg in die andere Richtung: Weihnachten 2016 waren mein Mann und ich zum ersten Mal in Israel. Und viele Jahre zuvor waren wir auf der Insel Patmos dem Johannesmysterium nachgegangen.“ (…)

Vögeles Ziel war es, einen Text zusammenzufassen, der für Kinder und Jugendliche verständlich und stimmig ist. Die Mythen und Mysterien der christlich-abendländischen Kultur sind Grundlage für die Inszenierung mit Eurythmie, Schauspiel, Sprechchor und Rezitation. Eigens dafür komponierte Winfried Vögele, der erst nach der Israelreise für das Projekt Feuer gefangen hatte, eine sinfonische Musik für Orchester und Chor. (…) In der Neuwieder Waldorfschule wurde das Projekt insbesondere durch die Angliederung an die Ganztagsschule möglich: An verschiedenen Nachmittagen übten Kinder die Choreografien ein. An „Nähsamstagen“ schneiderten Eltern und Lehrerinnen Kostüme; Bühnenbilder wurden gestaltet.

Ganze Wagenladungen an Kostümen stehen jetzt vor der Turnhalle bereit. Nicht nur das Umziehen muss schnell gehen, sondern die Zeit drängt: nur noch zwei Tage bis zur Aufführung in Ransbach-Baumbach…

 

Tänze, Farben, Gesang und Musik begeistern

Mit viel Gefühl inszenierter Schöpfungsmythos füllt Stadthalle Ransbach-Baumbach gleich zwei Mal

Zu Beginn der Aufführung von „Manu, Moses & More“ ist es ganz dunkel in der Stadthalle Ransbach-Baumbach. Leise setzen die Musik des Sinfonieorchesters (Leitung Winfried Vögele) und der Gesang des Gospelchors (Leitung Walter Born) ein und führen hin zur Genesis, bei der es dann natürlich Licht wird. Die Schüler der Waldorfschule aus Niederbieber haben ihren ersten Einsatz als Wasser und allerlei Getier. Doch die ersten sechs Tage der Schöpfung sind schnell vorbei: Mit dem siebten Tag spielt der Mensch seine Rolle, die von Luzifer und dem Erzengel Michael beeinflusst wird. 

Sehr eindrucksvoll stellen die Schüler mit ihrer Bewegungskunst die Versuchung durch die hervorragend getanzte Schlange und die Vertreibung aus dem Paradies dar. Immer wieder setzt Vögele seine 80 jungen Musiker aus der 7. bis 13. Klasse genauso ganz punktgenau oder eben als gewaltiges Sinfonieorchester ein. Walter Borns rund 70 Sängerinnen und Sänger haben mit dem Gesang keine Probleme, dafür aber mit der großen Hitze im Saal.

Perfekt rezitiert Silvia Vögele die Bibelstellen, die jetzt gerade bei der Sintflut wieder für ein eindrucksvolles Erscheinungsbild auf der Bühne sorgen: Unmassen der verschiedensten Tierarten in einfallsreichen und künstlerisch gestalteten Kostümen strömen auf die Bühne, die jetzt die Arche von Noah, auch Manu genannt, ist. Unglaublich, wie gut Rochus Schneider die fließenden Bewegungen und das passgenaue Zusammenspiel der großen Schar von jungen Akteuren aufeinander abgestimmt hat. Erstaunlich ist allein schon, wie reibungslos die vielen Darsteller von der Bühne abgehen, um kurz darauf komplett neu verkleidet an anderer Stelle im Geschehen wieder aufzutauchen. Obwohl man es nicht sehen kann, wird hier deutlich, welche Scharen von vor allem Helferrinnen dafür vor und hinter der Bühne nötig sind.

Doch die jugendliche Begeisterung und einfallsreiche, aber sparsam eingesetzte Bühnenausstattung, gepaart mit perfekter Beleuchtung (Stephan Kraske), machen nicht nur den Durchzug der Israeliten durchs Rote Meer zu einem Erlebnis der besonderen Art: Ob es nun die geballten Massen der Hebräer sind, das von Stoffbahnen stilisierte Meer oder das darin sterbende Heer des Pharaos. Die Pause bedeutet auch den großen Schnitt im Geschehen: Danach geht es mit dem Neuen Testament weiter, in dem berührend die Taufe im Jordan in Szene gesetzt wird. Im Zeitraffer geht es über die Wunder, die Jesus getan hat, zu seiner Leidensgeschichte und seinem Tod am Kreuz. (…)

Mit dem gewaltigen Bild mit allen Schauspielern, die das neue Bild von einer neuen Welt verkörpern, endet das beeindruckende Geschehen: Das Licht vom ersten Schöpfungstag leuchtet am Ende aller Tage verwandelt auf. Aus dem Garten des Paradieses ist die vollkommene Stadt geworden. Und alle Beteiligten sind überglücklich, dass alles so gut funktioniert hat und die Begeisterung die Zuschauer angesteckt und mit in die Schöpfungsgeschichte gezogen hat.

Die Mythen und Mysterien unserer christlich-abendländischen Kultur bildeten die Grundlage für diese berührende Bühneninszenierung mit Eurythmie, Schauspiel, Sprechchor und Rezitation. Zwei Aufführungen in der Stadthalle Ransbach-Baumbach boten etwa 1400 Zuschauern die Möglichkeit zum Mit-Erleben. Und in den Osterferien hatten die Akteure schon zu einer verkürzten Aufführung in der Schweiz gastiert. Man darf schon gespannt sein, was die Projektbeteiligten in fünf Jahren wieder auf die Beine stellen.