Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz

Kategorie Archiv: Musik – Workshops/Meisterkurse


Workshop Violine 2022

Meisterkurs mit Elena Martinez-Eisenberg

(Julia Hübinger, 23.11.2022)  Am Freitag, dem 11.11.und Samstag dem 12.11.2022 fand am LMG ein Meisterkurs in Violintechnik mit Frau Elena Martinez-Eisenberg statt. Frau Martinez-Eisenberg, langjährige Assistentin von Professor Rabenschlag an der Hochschule in Mannheim und Inhaberin der „Strings Factory“ in Darmstadt, erklärte interessierten GeigerInnen und BratscherInnen in einem 90-minütigen Vortrag, worauf es beim richtigen Üben ankommt. Neben verschiedenen Übestrategien gab sie Tipps zum Umgang mit Lampenfieber. Die Schülerinnen und Schüler hatten am Ende des Vortrags
Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen.

Im anschließenden Einzelunterricht (Freitagnachmittag und Samstag ganztägig) legte Frau Martinez-Eisenberg den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Technik. Hierbei orientierte sie sich an den aktuellen Etüden der Schülerinnen und Schüler. Ihre offene und freundliche Art trug zu einer guten Unterrichtsatmosphäre bei.

Möglich machte diesen Meisterkurs nicht zuletzt die großzügige finanzielle Unterstützung durch den VEFF, dem an dieser Stelle herzlich dafür gedankt sei. Besonderer Dank gilt auch Frau Pleterski, die diesen Workshop organisiert und begleitet hat.

Für die TeilnehmerInnen war es ein sehr bereichernder Kurs, der viel Freude bereitet und neue Impulse gesetzt hat.

Bläsertage2022_02

Schule frei für musikalische Begegnungen

Bläsertage2022_01(HEB, 08.11.2022) Der Kreismusikverband Westerwald veranstaltete die ersten „Bläsertage Montabaur“ am Landesmusikgymnasium RLP

Am 05. Und 06. November war es endlich so weit: Die „Bläsertage Montabaur“ konnten nach Wochen der Planung und Werbung endlich in den Räumlichkeiten des Landesmusikgymnasiums durchgeführt werden. Dazu lud der Kreismusikverband Westerwald Kinder und Jugendliche im Alter bis 26 Jahre ein, das Wochenende über an Workshops für Blasinstrumente teilzunehmen, in denen vor allem das Ensemblemusizieren praktiziert, aber auch an Grundlagen wie Atmung, Tonbildung und Phrasenführung gearbeitet wurde. An dem durch die Bundesmittel „Aufholen nach Corona“ geförderten Projekt nahmen insgesamt 130 junge Musiker:innen teil, die vornehmlich aus Rheinland-Pfalz, aber auch aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen stammen. Als Dozent:innen konnten für den Workshop sowohl Instrumentallehrer:innen des Landesmusikgymnasiums als auch Hochschullehrende und Berufsmusiker:innen aus ganz Deutschland gewonnen werden. Auch für zukünftige Musiker:innen wurde ein Begegnungsangebot geschaffen: Im Rahmen des Musikparcours konnten sich Grundschulkinder der 3. und 4. Klasse kreativ mit Trommeln, Singen und Spielen auseinandersetzen. Diese bunte Mischung sorgte ebenso wie die Freude der Kinder und Jugendlichen darüber, endlich wieder gemeinsam musizieren zu können, für ein rundum gelungenes Wochenende.

Ukraine_Technik

Fortbildung unserer Technik-AG

(SIM, 04.10.2022)  Einige Mitglieder unserer Technik-AG nutzten das „Jazz Aid for Ukraine“-Konzert am Freitag, dem 30.09. in der Stadthalle Montabaur, um dem professionellen Tontechniker Johannes Schlump über die Schulter zu schauen und um zu lernen, irgendwann selbst Konzerte und Veranstaltungen technisch betreuen zu können.

Nach zwei Corona-Jahren mit nur wenigen solcher Veranstaltungen und zwei abgegangenen Jahrgängen müssen an unserer Schule wieder neue interessierte Schülerinnen und Schüler dafür begeistert und angelernt werden. Der LMG-Absolvent Johannes Schlump (Abiturjahrgang 2017) half gerne bei dieser Aufbau-Arbeit. Mittlerweile ist er nach seinem Studium fertig ausgebildeter Tontechniker und konnte dem Nachwuchs (und Herrn Simon, der Herrn Hebgen vertrat) einiges beibringen – eine Aktion, die trotz der Anstrengung auch viel Spaß gemacht hat!

Workshop_Klesse_01

„Back to the roots“ – Prof. Eva Klesse zurück an ihrer alten Schule

Workshop_Klesse_03(SIM, 25.09.2022) Eva Klesse, eine der innovativsten europäischen Jazz-SchlagzeugerInnen, mit dem SWR-Jazzpreis ausgezeichnet und Professorin an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, beehrte ihre frühere Schule, das Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz mit zwei Workshops.

Rhythmustraining und Combo-Spiel waren die Schwerpunkte ihrer Arbeit mit den jungen Musikerinnen und Musikern. Dabei wurden nicht nur instrumentenspezifische und stilistische Themen umfassend bearbeitet sondern auch die Fragen, die viele junge versierte InstrumentalistInnen umtreiben: Wie ist das, wenn ich Jazz zu meinem Beruf mache? Welchen Weg soll ich gehen? Welche Wagnisse gehe ich ein? Wie geht es nach dem Studium weiter?

Da Eva Klesse nicht nur als Professorin eine Klasse voller junger talentierter SchlagzeugerInnen betreut, sondern auch selbst Absolventin des Landesmusikgymnasiums ist, kannte sie diese Unsicherheit nur zu gut. Auch sie begann nach dem Abitur erst ein Medizinstudium, nutzte aber in dieser Zeit jede Gelegenheit zu spielen, bis der Drang, die Musik und das Instrument zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen, unaufhaltsam wurde. Umwege gehören zur Wegfindung und etwas im ersten Anlauf nicht zu schaffen, ist kein Beinbruch. Der Wille, seinen Weg zu finden und ihn selbst zu gehen, ist entscheidend. Dass das alles am besten ohne Verbissenheit sondern mit Lockerheit und Entdeckungslust möglich ist, war bei Eva Klesse für alle unübersehbar und
unüberhörbar.

Workshop_Klesse_02So konnten die SchülerInnen nicht nur viel Material zum weiteren Üben aus diesen Workshops mitnehmen, sondern auch viel Gedankenvolles, das bei der eigenen Wegfindung hilfreich ist. Hier war eine Dozentin, die von der ersten Sekunde an eine gemeinsame Ebene mit den jungen TeilnehmerInnen einnahm, klar, nahbar, inspirierend und vor allem mit viel Freude.

Da das Drum-Set als Instrument des Jahres im Mittelpunkt der Förderung durch den Landesmusikrat Rheinland-Pfalz steht und auch der Förderverein der Ehemaligen, Freunde und Förderer des Landesmusikgymnasiums (VEFF) ohne zu zögern seine Unterstützung anbot, konnte dieser Workshop finanziert werden. Besonderen Dank gilt natürlich auch Eva Klesse, die trotz eines Tourplans von 60 Konzerten im Jahr und ihrer Tätigkeiten als Komponistin und Professorin nach Montabaur kam, weil es Ihr ein Anliegen war, mit den Schülern ihrer ehemaligen Schule zu arbeiten – und dafür sogar zweimal durch die halbe Republik reiste!

(SK)

Oboen_2022

Oboe und mehr!

(Merle Braun/M. Schaeferdiek, 19.09.2022) Am Samstag, den 10. September 2022 ging es für uns Oboen endlich wieder los! Seit Langem konnten wir wieder unsere Zimmer in der Landesmusikakademie in Engers beziehen und uns auf ein abwechslungsreiches Wochenende freuen. Nicht nur für die Vorbereitung der Ensembles auf den anstehenden Wettbewerb „Jugend musiziert“ waren die beiden Tage mit Proben bei den Dozenten Marc Schaeferdiek und Annette Dornauf sehr hilfreich und produktiv. Auch mit Blick auf die Gemeinschaft, einen entspannten Spieleabend und den entstehenden Austausch zwischen den Montabäurer- und Bonner-Oboen, war es eine gelungene Zeit in angenehmer Atmosphäre.

Neben den Ensembleproben standen einige interessante Einheiten zum Thema Rohrbau und Tipps und Tricks in der Rohrbearbeitung auf dem Programm.

Wir freuen uns darauf, wenn uns die OboistInnen aus Bonn zusammen mit Frau Dornauf im November noch einmal an den „Bläsertagen Montabaur“ besuchen kommen. Zu diesem Anlass sollen auch ein paar Stücke im großen Ensemble mit allen zusammen nochmal aufgegriffen werden, an denen wir bereits am Wochenende in Engers viel Spaß hatten.

Herzlichen Dank an den LMR Rheinland-Pfalz für die Förderung! 

Wie schön, dass solche Begegnungen wieder möglich sind! 

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Ausflüge in die spannende Welt der Neuen Musik

(MEL, 23.11.2021) Insbesondere die älteren LMG-Schüler sind stark in den fünf JugendEnsembles des Landes Rheinland-Pfalz vertreten, deren Arbeitsphasen in der Regel in den Schulferien liegen – mit Ausnahme des JENM: Das JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar probt zweimal im Jahr eher anlassbedingt. Ein solcher Anlass war das „Festival Neue Musik“ in Rockenhausen Mitte November 2021, an dem das JENM mit großem Erfolg teilgenommen hat – mit 14 LMG-Schülerinnen und Schülern und unter der Künstlerischen Leitung von Stefan Kohmann & Eva Zöllner. Für die meisten Ensemblemitglieder war dieses Projekt die allererste Berührung mit ausschließlich zeitgenössischer Musik, modernen Spieltechniken, individuellen Notationsformen und ungewohnten Klangkombinationen, deren Gesamtbild sich oft nicht unmittelbar erschließt, sondern im Laufe der Erarbeitung mit Leben gefüllt werden muss. Da war jedes Ensemblemitglied sozusagen als Solist / Solistin gefragt, dem Ganzen die individuelle Stimme beizufügen – was am Anfang sicherlich Mut erforderte und die Bereitschaft, sich auf eine ganz neue Art des Zusammenspiels einzulassen.

Dafür hatte das Ensemble Gelegenheit, mit den anwesenden Komponist*innen zu arbeiten und sie kennenzulernen, denn die beiden Hauptwerke waren eigens für das Festival vergebene Auftragskompositionen, dem JENM sozusagen auf den Leib geschrieben: „Dyschrono“ für 16 Instrumente von Ling-Hsuan Huang (*1991) aus Taiwan sowie „Inauguration“ für 12 Instrumente von Jonathan Spratte (*1999) aus Kirchheimbolanden. Außerdem standen zwei weitere kleiner besetzte Werke von Katharina Roth, einer ehemaligen LMG-Schülerin und JENM-Mitglied, sowie Toshio Hosokawa auf dem Programm, bei denen jeder Musikerin und jedem Musiker viel Eigenverantwortung und Konzentration abverlangt wurde.

Dennoch (oder gerade deshalb) haben die JENM-Mitglieder voller Begeisterung berichtet, wie sehr sie das Projekt genossen haben, gerade weil sie so über sich hinausgewachsen sind: „auf Top five der besten Sachen, die sie bisher erlebt haben“.Spätestens im Januar wird ein Kurzfilm veröffentlicht, der das JENM und seine letzte Arbeitsphase eindrucksvoll und lebendig dokumentieren wird.

WW-Soundpainting-Orchester

Das „Westerwälder Soundpainting Orchester“

(Kohmann, 23.09.2021) Dank räumlicher Unterstützung des Landesmusikgymnasium konnte vor den Ferien mit ausreichendem Corona-Abstand ein „Soundpainting“-Workshop durchgeführt werden. Das Projekt fand im Rahmen der Initiative „MusikVorOrt 2021“ statt. Mit dabei waren Stefan Kohmann als Leiter (nebst Sabine Vogel), Jonah Ferdinand (Schlagwerk) und Emely Opper (Querflöte) sowie weitere Teilnehmer aus dem Umkreis von Mainz bis Linz (Organisation: Eva Zöllner / Lauschvisite). Die Teilnehmer erlebten, wie spannende Musik in Echtzeit komponiert wird und jeder durfte sich nicht nur als Musiker sondern auch als Ensembleleiter neu erfahren. Einen spannenden Entwicklungs- und Erlebnisbericht gibt es hier zu sehen.

Kronberg2021_01

LMG-Schüler bei internationalen Meisterkursen in Kronberg

(Julia Pfunder 10a, Anna Lauschke 9a; 27.06.2021) Am Freitag, den 18.06.2021, waren wir (sieben Geigenschüler der 9. und 10. Stufe) zusammen mit Herrn Vögele in Kronberg und besuchten dort die jährlich stattfindenden Geigen-Meisterkurse. Professoren und Professorinnen aus aller Welt haben dort junge, sehr talentierte Violinisten und Violinistinnen unterrichtet. Es ist beeindruckend, wie die Jungstudenten, die teilweise sogar erst in unserem Alter sind, auf fast schon Weltklasseniveau spielen können.

Am Morgen haben wir uns insgesamt vier Meisterkurse bei Professor Gerhard Schulz aus Wien angesehen und -gehört, der mit den Studenten Carla Marrero Martínez, Maria Marica, Yumio Urabe und Michael Elias Lewin an ihren Stücken gefeilt hat. Professor Schulz ist uns besonders in Erinnerung geblieben, da er mit sehr vielen sprachlichen Bildern und Beispielen arbeitet. Seinen Unterricht gestaltet es sehr verständlich und anschaulich, sodass es nie langweilig wurde.

Kronberg2021_02Nach einer Mittagspause in einer Pizzeria, einem Spaziergang an einem kleinen See sowie einem Besuch in der Eisdiele und einer kleinen Fragerunde beim Geigenbauer Ekkard Seidl besuchten wir zwei Meisterkurse bei Professor Michaela Martin, die Boha Moon, eine 15-jährige Jungstudentin, und anschließend den Studenten Kyumin Park unterrichtete. Im Gegensatz zu Professor Schulz erklärt Professor Martin viel in Fachsprache und geht auf jedes noch so kleine Detail ein. Auch bei ihr haben wir wie gebannt zugeschaut und zugehört, denn Einiges, was sie den Studenten näher gebracht hat, können wir selbst natürlich auch auf unser Geigenspiel übertragen. Beide Studenten haben vor allem technisch schon so fantastisch gespielt, dass wir unglaublich beeindruckt waren. Deshalb hat Professor Martin mit den beiden auch ausschließlich am Ausdruck gearbeitet. Nicht nur Boha hat mit der Caprice nach Saint-Saens von E. Ysaÿe alle mit ihrer wahnsinnig virtuosen Technik sprachlos gemacht. Auch Kyumin hat als Letzter einen wirklich emotionalen Eindruck bei uns hinterlassen, denn ihm gelang es, so manchen mit seiner Violinsonate Nr. 6 von Beethoven vor Berührung Tränen in die Augen zu treiben.

Hochmotiviert und mit vielen neuen Eindrücken haben wir uns abends wieder mit unserem Schulbus auf den Heimweg gemacht und freuen uns auf die nächsten Meisterkurse in Kronberg!

Ein besonderer Workshop mit einem besonderen Ehemaligen

(BEU, 27.11.2020) Benedict Klöckner: Gründer und künstlerischer Leiter des Internationalen Musikfestivals Koblenz, international gefragter Cellist, Solist in bekannten Orchestern diesseits und jenseits des Atlantiks, dessen virtuoses Spiel auch auf einer ganzen Reihe von CDs und auf verschiedenen Kanälen des Internets genossen werden kann.

Und doch einer von uns, denn Benedict Klöckner war früher selbst Schüler am Landesmusikgymnasium in Montabaur und hat dort 2007 sein Abitur gemacht. Auf Vermittlung des dortigen Cello-Lehrers Herr Stefan Welsch und finanziert vom Förderverein VEFF war er nun schon zum zweiten Mal zu Gast an seiner ehemaligen Schule, um mit den Nachwuchs-Cellisten intensiv zu arbeiten.

Zehn Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen kamen in den Genuss von jeweils 45 Minuten Einzelunterricht, in denen Benedict Klöckner mit seinem Flair der großen Cellowelt jeden Einzelnen mitgerissen und inspiriert hat.

Insbesondere kurz vor den halbjährigen Vorspielen der Schule passte dieser Workshop-Tag bestens in die Vorbereitung aller Teilnehmer, die jeder auf seine Weise Neues mitnehmen konnten.

 

Foto Stefan Welsch v.l.n.r.:  Benedict Klöckner, Herr Christof Quernes als Vorsitzender des VEFF, Ticiano Loheide, Celloschüler der 8. Klasse

Foto Stefan Welsch
v.l.n.r.: Benedict Klöckner, Herr Christof Quernes als Vorsitzender des VEFF, Ticiano Loheide, Celloschüler der 8. Klasse

Cello Workshop_Kloeckner

Cello Workshop mit Benedict Klöckner

(S. Welsch, 14.11.2020) Am Montag, den 23.11.2020, kommt Benedict Klöckner wieder an die Schule, um mit der Celloklasse von Stefan Welsch zu arbeiten!

Wie jeder an dieser Schule weiß, hat Benedict Klöckner am Landesmusikgymnasium das Abitur 2007 gemacht und gehört mittlerweile weltweit zu den bekanntesten jungen Cellisten.

Wir freuen uns alle auf einen Tag voller Inspiration …