Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz

Kategorie Archiv: Aktivitäten – Aus dem Unterricht


Mampf

„MAMPF“

(SMU/Jakob Liebe, 8b, 11.02.2020) Am 19.12.2019 fuhren wir, eine Gruppe von Schülern aus der ev. Religionsgruppe der Stufe 8 mit unserem Lehrer, Pfarrer Schamuhn, zum Obdachlosenrestaurant „MAMPF“.

Jedoch begann alles schon einige Wochen davor, als Mia aus der 8b Herrn Schamuhn fragte, ob man mit der Religionsgruppe in der Weihnachtszeit etwas Gemeinnütziges machen könnte. Dafür suchte Herr Schamuhn das Obdachlosenrestaurant „MAMPF“ aus, da er einen Artikel darüber in der Zeitung gelesen hatte. Am 18.12. sammelten wir Spenden im Religionsunterricht. Es kamen einige Dosen mit Plätzchen und insgesamt 60€ zusammen.

Am folgenden Tag fuhren dann Mia, Esther und Jakob in der 5. Und 6. Stunde nach Koblenz, um die Spenden beim Mampf vorbeizubringen.

Als wir in der Gartenstraße  12 in Koblenz, wo sich das „MAMPF“ befindet, ankamen, war es ziemlich voll. Empfangen wurden wir von Uli Britten, der uns ins Büro führte. Dort erklärte er uns, heute sei Weihnachtsfeier. Deshalb waren ca. 70 bis 80 Obdachlose im Restaurant.

Hinter Herrn Britten standen viele Pakete, die später verlost werden sollten. Sie waren alle mit unterschiedlichen praktischen und alltagsnotwendigen Dingen gefüllt, wie beispielsweise Taschenlampen, Kosmetik, Rasierer, Strümpfe etc.

Deswegen muss ausgelost werden, damit sich keiner benachteiligt fühlt. Nach der Verlosung und dem Auspacken beginnt dann ein intensives Tauschen, bis alles sinnvoll umverteilt ist.

Als wir die Spenden überreichten, sagte Uli Britten, sie würden sich über jede Spende sehr freuen, da die Kosten für Personal, Miete und Essen recht hoch sind.

Die Kosten für das warme Mittagessen werden von den Kirchen und der Stadt Koblenz finanziell unterstützt. Die Obdachlosen müssen aber auch 1,50€ für ein warmes Essen zahlen.

Von einen im Büro anwesenden Suchtberater erfuhren wir, dass die Rate der Suchtkranken unter den Obdachlosen bei ca. 80% – 90% liegt. Nahezu alle rauchen, trinken regelmäßig Alkohol und viele konsumieren auch Drogen.

Das macht es schwer für Obdachlose, von der Straße runterzukommen.

Die Eindrücke lassen uns darüber nachdenken, wie wir vielleicht mit besonderen Aktionen die Arbeit des „MAMPF“ regelmäßig unterstützen können.

 

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Beethoven-Experiment in der Schule

(BEU, 30.01.2020) Im Rahmen der Veranstaltungen der ARD zum Beethoven-Jahr sendete der SWR im Januar 2020 im Treffpunkt Klassik auf SWR2 eine über eine ganze Woche reichende Sendereihe unter dem Leitthema „Beethoven at school“ unter maßgeblicher Beteiligung von drei Musikgymnasien in Baden-Württemberg und des Landesmusikgymnasiums von Rheinland-Pfalz in Montabaur.

Als Teil dieses „Beethoven-Experiments“ setzten sich dabei unsere Musiker/innen, angefangen bei den Ensemblemitgliedern über unsere FSJlerin bis hin zu den Musiklehrer/innen, mit ganz verschiedenen Aspekten von Beethovens Leben und Wirken auseinander. In mehrmonatiger Arbeit mit Workshops und Einspielungen von Beethoven-Kompositionen entstand so in der Schule unter Mitwirkung des Sinfonischen Blasorchesters, der Kammerphilharmonie, des Gitarren– und des Blechbläserensembles und der Jazz-Combo ein breites musikalisches Spektrum, das bei einem Besuch im Sendehaus in Mainz durch Interviews und Sprechbeiträge ergänzt wurde.

 

Die Sendungen sind abrufbar über die SWR2-App oder in Auszügen zum Beispiel über:

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/Beethoven-at-school-Vom-Wesen-und-von-den-Wundern-der-Musik-Beethovens,av-o1192938-100.html    und

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/Beethoven-at-school-Beethovens-Schwerhoerigkeit-und-Musik-fuer-das-innere-Ohr,av-o1192913-100.html

Auschwitz, 27.1.1945, Der Tag der Befreiung

(SMU, 28.01.2020) Die Schülerinnen und Schüler der 12 jahrgangsstufe erinnerten in einer beeindruckenden Gedenkveranstaltung an den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Im 10. Schuljahr waren die meisten der Jahrgangsstufe bei den Tagen der Orientierung für eine Woche in Oswiecim und Krakau. Dort sammelten sie nachhaltig Eindrücke von den grausamen Taten, die in der industriellen Vernichtungsmaschinerie von Auschwitz geschehen sind.

 

Download Präsentation

 

„Als du aus dem Zug stiegst,

wusstest du gleich,

dass die Welt nicht mehr da war,

sich abgekehrt hatte,

geblieben war bloß ein gigantisches Grau!

Man knüppelte dich nach links, rechts war der Tod.

Man entkleidete dich deiner Menschlichkeit,

du wurdest zu einer Nummer.

Lily Brett

 

Ruth Webber, eines der Kinder, die am 27.1.1945 befreit wurden:

„Ich weiß noch, wie wir in Auschwitz in der Baracke saßen und uns überlegt haben, was wir den Deutschen antun würden. Aber dann sagten wir uns: Wenn wir das täten, dann wären wir genauso schlimm wie sie.“

 

Die Erinnerung an die Toten wurde abgeschlossen durch das jüdische Totengebet „Kaddish“.

 

Im Anschluss daran rief Simeon Stammberger in einer eindrucksvollen Rede dazu auf, aus der Vergangenheit zu lernen und verantwortungsvoll die Zukunft zu gestalten. Hier der Text seiner Rede:

Wie kein anderer steht der Name Auschwitz heute stellvertretend für die Grausamkeiten und den Terror des Nationalsozialistischen Regimes. Über eine Millionen Menschen fanden dort in einem Zeitraum von nur etwa fünf Jahren unter schlimmsten Bedingungen den Tod. Durch Mangelernährung, Krankheiten, Gewaltausbrüche des Wachpersonals und pseudowissenschaftliche Experimente, aber vor allem den industrialisierten Massenmord in den Gaskammern. Der Großteil, der aus ganz Europa stammenden Opfer waren Juden, aber auch Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Kriegsgefangene, Kranke, Behinderte und  Oppositionelle wurden von den Nationalsozialisten mit ihrer verbrecherischen, verblendeten Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt, ihrer Menschenwürde beraubt, gequält und umgebracht. All das aus der Überzeugung heraus, das Leben mancher Menschen sei mehr wert als das anderer.

Die Soldaten der Roten Armee konnten heute vor 75 Jahren nur noch einige wenige der Gefangenen retten. Von den 60.000 Menschen, die im Lagerkomplex Auschwitz noch kurze Zeit zuvor gelebt hatten, waren lediglich knapp 7.000 zurückgelassen worden. Der große Rest wurde, wie von so vielen anderen Lagern aus auch, von der SS auf Todesmärsche gezwungen, wo viele von ihnen an Entkräftung, Hunger und Unterkühlung starben oder hingerichtet wurden.

1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den heutigen Tag zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, von den Vereinten Nationen wurde dieser Termin 2005 übernommen.

75 Jahre sind weniger als die durchschnittliche Lebenserwartung hier in Deutschland. Und doch gibt es Menschen, die schon lange argumentieren, es reiche doch langsam auch mal mit der Gedenkkultur. „Einen Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“, nannte der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland die Zeit der Nationalsozialistischen Herrschaft. Dem gegenüber steht die Erklärung des Bundespräsidenten in der es heißt: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muß auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“.

Und daraus erwächst ein Auftrag für uns, als junge Generation, als Zukunft dieses Landes. Der Antisemitismus steckt noch immer in den Köpfen der Menschen. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit der Universität Bielefeld stimmen 40% der Befragten antisemitischen Äußerungen zu. Man wirft den Juden vor, sie nutzten aus, was ihnen damals Schreckliches widerfahren ist oder man versteckt den Hass hinter Kritik an der Politik Israels. Die Anonymität des Internets gibt Menschen das Gefühl, ihren Anfeindungen ungestraft freien Lauf lassen zu dürfen. Vielleicht ist unsere Demokratie nicht akut in Gefahr, aber aus unserer Vergangenheit heraus sind wir gemahnt, wachsam zu bleiben.

Der damalige Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte bei seiner Rede zum heutigen Anlass vor fünf Jahren: „Für die schreckliche Vergangenheit unseres Landes sind die Nachgeborenen nicht verantwortlich, für den Umgang mit dieser Vergangenheit aber schon.“ Das Erinnern ist nicht nur Selbstzweck, es soll uns auch zur Vorsicht mahnen, in einem Land, in dem Demokratie und Minderheitenschutz schon einmal entschieden versagt haben. Und diese Vorsicht ist auch im Alltag eines jeden von uns gefragt, denn da beginnt die Verharmlosung. Was wir auf den ersten Blick vielleicht nur als dummen Scherz wahrnehmen, aus Freude an der Provokation und Gedankenlosigkeit, verschiebt Schritt für Schritt eine Grenze. Und das birgt die Gefahr, dass aus tolerierten Worten tolerierte Taten werden.

Wir müssen also heute unsere Stimme erheben, damit nicht morgen die Stimmen der Gerechtigkeit und der Achtung der Menschenwürde verstummen.“

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Vier Rezensionen zu Stefan Gemmels „Schattengreifer“

(SIL, 12.12.2019) Wer in der Vorweihnachtszeit überlegt, wem man mit einer spannenden Lektüre eine Freude machen kann, sollte sich die Buchempfehlungen der Klasse 6a zu Stefan Gemmels „Schattengreifer“ durchlesen. Nachdem die Schülerinnen und Schüler in den letzten Wochen zu Experten des Themas Zeitreise geworden sind, lassen sich unter diesem Link vier Rezensionen zu Stefan Gemmels Werk und eine wunderbare Zeichnung der Kinder der 6a finden.

 

Wer glaubt schon an ein Wesen mit weißem Schädel, schmalen Lippen in einem langen schwarzen Mantel, geboren in der Dunkelheit – an entführte Kinder, denen allen ihr Schatten gestohlen wurde? An Zeitreisen auf einem riesigen Schiff und vor allem an schwarze Magie? Wir alle leben in unserer geordneten Realität: Das denkt auch Simon, bis er auf das merkwürdige Schiff gerät…

Der Fantasyroman „Schattengreifer“ von Stefan Gemmel, erschienen im Jahr 2011, handelt von Simon, der sich wie ein ganz normaler Junge fühlt, bis er aus einem fürchterlichen Traum erwacht:  angsteinjagende Krallen, hohe Meereswellen und ein riesiges Schiff mit einer Sanduhr, in der blutroter Sand rieselt. Überrascht sieht der Junge nach dem Erwachen dasselbe Traumbild, als er aus dem Fenster blickt. Simon gibt seinem Drang nach, auf dieses Schiff zu gelangen und gerät in ein riesiges Abenteuer.

An Bord des grausigen Schiffes trifft er verschiedene Kinder, die ihm genauso merkwürdig erscheinen wie Simon ihnen: von einem Mädchen aus dem Orient bis zu einem echten Indianerjungen kommen sie aus verschiedenen, teilweise weit vergangenen Zeiten. Diese Kinder, Zeitenkrieger genannt, wurden von ihren Familien getrennt, ihrer Schatten beraubt und auf das Schiff gebracht. 

Als Simon verstehen kann, wie die Zeitmaschine funktioniert, brechen die Zeitenkrieger mit Simon in andere Zeiten und Länder auf, um zuerst Basrar nach Hause, ins Leid des untergehenden Karthagos zu bringen. Simon kann den ahnungslosen Karthager dort in letzter Minute davon überzeugen, nicht mit dem Schattengreifer mitzugehen. Nutzbringend ist dabei, unter dem Schutz der Katzengöttin zu stehen und dadurch sieben Leben zu haben. Diese Gabe besitzt die freundliche Neferti, die ohne diese Eigenschaft in Karthago gestorben wäre. Die Macht des Schattengreifers funktioniert nicht, wenn wahre Gefühle wie Liebe oder Freundschaft im Spiel sind. Simon und Basrar verbindet eine tiefe Freundschaft, die viel stärker ist als jede Magie. 

Auch in Australien im Jahr 1788 wären Simon und der ebenfalls aus Europa stammende Zeitenkrieger Salomon fast verendet, hätte der Schattengreifer zum Erstaunen der Kinder die beiden nicht gerettet. Unbeschreibliche Spannung, Freundschaft und Magie!

In herausragender Erzählkunst zieht Stefan Gemmel den Leser in die spannende und fesselnde Geschichte hinein. Es ist sehr empfehlenswert, sie zu lesen. Zudem ist das Buch ganz nebenbei sehr informativ, was die Handlungsorte angeht, welche im Glossar ausführlich erklärt sind. Mit dem zweiten und dritten Band wird diese fantastische Triologie zu Ende geführt.

von Rosa Fröhlich 

 

Was haben ein unheimliches Schiff, eine fremde Macht, eine lebende Zeitmaschine und fünf Jugendliche gefangen auf dem Schiff, ihrer Schatten beraubt, gemeinsam?  Sie sind Teil des großen Plans. Sie sind Teil eines Plans, der von einem Zauberer geschmiedet wurde. Du wirst aus der größten Not befreit, deines Schattens beraubt und auf das Schiff gebracht.

Im Buch „Schattengreifer- die Zeitensegler“ erschienen im Jahr 2011 erzählt Stefan Gemmel von einem Jungen namens Simon, der sich von einem merkwürdigen Schiff, dass unweit seines Zuhauses auf dem Meer schwimmt, angezogen fühlt. Für ihn ist es ein leichtes, mit dem Ruderboot seines Vaters zu dem Wassergefährt zu gelangen, da der Rudersport eine seiner Leidenschaften ist. Auf dem Schiff trifft er fünf Jugendliche an, die die Zeitenkrieger genannt werden. Sie stehen unter der Macht des Zauberers „Schattengreifer“ und sind auf dem Schiff gefangen. Sobald sie Simon näherkommen und ihm vertrauen, schmieden sie einen Plan, wie sie einen nach dem anderen aus den Klauen des Schattengreifers befreien können. Die Jugendlichen reisen mithilfe der Zeitmaschine in die Epochen und Jahre, aus denen sie stammen, an den Tag, an dem sie aus ihrer Zeit gerissen wurden. Simon soll, bevor der jeweilige Zeitenkrieger auf das Schiff gebracht wird, die Familie des Jugendlichen überzeugen, den- oder diejenige nicht dem Schattengreifer zu überlassen. Der Junge aus dem 21 Jahrhundert soll also die Vergangenheit so verändern, dass die Zeitenkrieger erst gar nicht zu Zeitenkriegern werden, sondern bei ihren Familien bleiben können. Bei dem Karthager Basrar geht ihr Plan auf, da der Schattengreifer nichts gegen aufrichtige Liebe oder Freundschaft tun kann. Doch für jeden befreiten Zeitenkrieger, tritt der Schattengreifer eine weitere Zeitreise an und bringt einen neuen Zeitenkrieger auf das Schiff. So geht der Kampf gegen den Schattengreifer weiter und wir freuen uns auf den zweiten Band der Buchreihe.

Aufgrund der Spannung die entsteht, der sehr gut vorstellbaren Szenen, da die Situationen sehr detailliert beschrieben sind, empfehle ich den Fantasy-Roman. Außerdem sind die Situationen im Buch an echte Geschehnisse angelehnt, sodass man auch etwas Geschichtliches lernen kann.

von Lena Müller

 

Ein Schmerz fuhr ihm in alle Glieder. Wissen Sie, was damit gemeint ist? Ganz einfach: Der Junge Simon lehnt sich mit den Zeitenkriegern des Schattengreifers gegen ebensolchen auf. Aber vielleicht sollten wir ganz von vorne anfangen:

Der Fantasyroman „Schattengreifer Die Zeitensegler“ von Stefan Gemmel aus dem Jahr 2011 handelt von dem Jungen Simon, der ein ganz gewöhnliches Leben in einem Haus am Meer führt. Bis eines Tages der Seelensammler – ein Schiff mit Krähenkopf und Krähenflügeln – vor seinem Haus auftaucht. Neugierig geworden erkundet Simon das Schiff. Plötzlich wird sein Boot weggeschwemmt und er steht allein auf dem Deck. Allein? Da ist ein Geräusch! Hallo, ist da wer? Ja, es treten fünf Jugendlich aufs Deck. Es sind die Zeitenkrieger. Mit ihnen wird Simon noch viele spannende und gefährliche Abenteuer bestehen. Er wird zum Beispiel mit einer Zeitreisemaschine ins antike Karthago reisen, um einen der Zeitenkrieger wieder in seine Zeit zurückzubringen. Das erfordert eine Menge Mut und Geschicklichkeit. Als sie von römischen Legionären bewacht wird, wendet Nin-Si – eine Zeitenkriegerin – einen sehr wirkungsvollen Trick an, um ihren Freunden Zeit zu verschaffen. Diese sind durch eine geheime Luke im Schiffsbauch verschwunden, um den Schattengreifer aus dieser Zeit zu vertreiben. Ein weiteres spannendes Abenteuer wartet auf sie in Australien, wo sie gegen weiße Siedler kämpfen.

Ich finde, Schattengreifer ist ein spannendes, schönes und manchmal rührseliges Buch, das es unbedingt verdient, hundertfach gelesen zu werden.

von Samuel Stumm

 

Würdest du nicht gerne mal eine Zeitreise machen? 

Der Schattengreifer greift sich die Schatten der fünf Jugendlichen, um seinen Traum einer eigenen Zeit zu erfüllen.

Ein gefährliches Wesen namens Schattengreifer hat einen Plan! Er nimmt fünf Jugendlichen aus fünf unterschiedlichen Kulturen den Schatten weg und entführt sie auf sein Schiff, nur um in seiner eigenen Zeit leben zu können…bis Simon kommt.

Simon ist ein Junge, der von seinem immer wieder selben Alptraum geweckt wird und schließlich das Schiff entdeckt.

Er hilft den Zeitenkriegern wieder in ihre Heimaten zu kommen und erlebt viele spannende Zeitreisen mit Ihnen!

Wird er den Schattengreifer besiegen können?

Ein aufregendes, abenteuerliches Buch mit vielen unheimlichen Geheimnissen. Ich kann dieses Buch sehr weiter empfehlen, da es eine sehr außergewöhnliche Geschichte ist und spannende Situationen beinhaltet!

von Jette Just


selbstlos und leidenschaftlich - für Freiheit und Menschenwürde - für Versöhnung und Frieden - für Bedürftige und Sterbende

„Einer muss die Wahrheit sagen.“ – Die Klassen 9 bei der Ausstellung „Pater Henkes“ in St. Peter in Montabaur

"Einer muss die Wahrheit sagen."

„Einer muss die Wahrheit sagen.“

(HAN, 15.11.2019) Am Donnerstag, den 5. September 2019 besuchten die katholischen SchülerInnen der Klassenstufe 9 die oben angeführte Ausstellung im Rahmen des Religionsunterrichts. Wir haben uns dabei nicht nur mit Pater Henkes auseinandergesetzt, sondern auch mit unseren eigenen Lebensfragen.

Die nachfolgenden Schüleraussagen zeigen, dass es sich um eine sehenswerte Ausstellung mit wertvollen Impulsen für das eigene Leben handelt.

 

Weitere Feedback Aussagen:

„Ich fand die Ausstellung sehr gut, da man Pater Henkes gut kennenlernen konnte. Zudem kam noch dazu, dass man aktiv mitmachen und auch mitreden konnte. Besonders gut fand ich die Station mit dem Zelt und dem roten Faden. Und eine andere Station, die mit dem Telefon und Gott, fand ich auch sehr interessant. Man konnte sozusagen mit Gott sprechen.“

„Die Ausstellung, die wir besucht haben, hat mir sehr gut gefallen. Es gab viele unterschiedliche Stationen, die nicht nur auf Pater Henkes, sondern auf uns bezogen waren. Wir haben nachgedacht über unsere Gefühle und was uns wichtig im Leben ist. Besonders gut hat mir die Station mit dem „Was würdest du tun?“ – Buch gefallen. Ich musste überlegen und in mich hineinhorchen, was und ob ich bestimmte Dinge in verschiedenen Situationen wirklich tun würde.“

„Mir hat an der Ausstellung gut gefallen, dass man sich mit Pater Henkes auseinandergesetzt hat und man auch einen Einblick in seine „Gefühle“ bekommen hat. Zudem hat man sich währenddessen selbst Fragen stellen können.“

„Die Ausstellung war sehr interessant, aber meiner Meinung nach, haben sich alle Fragen nur darauf bezogen, wie ich mich im Bezug zu Gott sehe. Schade fand ich auch, dass wir früher gehen mussten, aber die Ausstellung war sehr schön gestaltet und es hat Spaß gemacht alles selber zu machen und auch alleine die einzelnen Stationen zu erarbeiten.“

„Die Ausstellung war echt super, man konnte viele Lebenssituationen mit Pater Henkes vergleichen und besonders toll fand ich, dass man so viel ausprobieren konnte. Das war eine tolle Kombi. Mir hat es sehr gut gefallen. Danke! „

 

Pater HenkesJim M. A. Hetz (Klasse 9a):

„Mal wieder fand in der katholischen Kirche Montabaurs eine interessante Ausstellung statt. Sie handelte von dem im zweiten Weltkrieg, im Konzentrationslager Dachau verstorbenen Priester Henkes. Er stellte sich während seiner Zeit früh gegen den Nationalsozialismus Deutschlands und versorgte und pflegte typhuskranke Arbeitssklaven im KZ Dachau.

Die Ausstellung war in der ganzen unteren Kirchenetage verteilt. Sie bestand aus mehreren, zu bearbeitenden Stationen (ohne Reihenfolge), die alle eine Verbindung zwischen einem christlichen Wert und den Lebenssituationen Henkes aufwiesen. Man bekam bei vielen Stationen passende Erlebnissouvenirs, welche etwas mit Thema zu tuen hatten. Eine beliebte Station war der „Dunkle Gang“, bei dem man sich, ohne etwas zu sehen, von Ein- bis Ausgang, von einem roten Faden, der ein Symbol für Gottes Führung darstellte, leiten lassen sollte. Hier bekam man zum Schluss einen kleinen roten Faden an einer Karte, mit der Aufschrift: „Was ist der roten Faden in meinem Leben?“ Auch für viele interessant, war eine Station mit durchsichtigen oder sichtdichten Gefäßen, bei denen man erst mit dem Fühlen oder aus einem anderen Blickwinkel etwas spürte/sah. Die Botschaft: Manchmal verstehen wir Dinge erst im Nachhinein oder können Gottes Botschaften erst später entschlüsseln. Sehr spendabel war die Station in der Taufkapelle, die ich vorher gar nicht kannte. Bei ihr konnte sich jeder ein Leuchtband mitnehmen, ein Zeichen für Licht, dafür, daß Gott überall ist, selbst in den dunkelsten Zeiten. Gerade dieses Symbol war sehr wichtig für die Gefangenen im Zweiten Weltkrieg, um stets die Hoffnung zu bewahren.

Es gab natürlich noch mehr Stationen, aber alles in allem hat mir diese informative und interaktive Ausstellung sehr gefallen und ich würde mich freuen, wenn noch mehr in der Kirche stattfinden würden.“

 

Zwei der drei Bilder und deren Bildunterschriften wurden mit freundlicher Genehmigung des Zentralen Pfarrbüros St. Peter in Montabaur den Begleitbroschüren zur Ausstellung entnommen.

Lesewettbewerb

Gut gelesen!

Rosa Fröhlich heißt die Siegerin des Schulentscheides der Klassenstufe sechs am Landesmusikgymnasium.

(SIL, 11.11.2019) Nachdem in der ersten Runde mit Rosa Fröhlich und Samuel Stumm (beide Klasse 6a) sowie Viktoria Bach und Anna Reinecke (beide Klasse 6b) die besten vier Schülerinnen und Schüler ermittelt worden waren, konnte am Donnerstag, dem 7.11.19, in einem engen Finale des Schulentscheides Rosa Fröhlich die Jury bestehend aus drei Schülerinnen des Leistungskurses Deutsch der MSS 11 und drei Lehrern am meisten überzeugen. Der von ihr gewählte Text war ein Auszug aus Katja Ludwigs „Das Mauerschweinchen“. Im Februar wird Rosa nun das Landesmusikgymnasium beim Kreisentscheid vertreten. Wir wünschen schon jetzt viel Erfolg!

SWRBesuch_02

Eigene Interviews und Radiobeiträge – wer hat denn so was? – Besuch beim SWR 2 am 7.11.19

SWRBesuch_01(Ronja Hofmann, 12.11.2019) Nächstes Jahr würde Beethoven 250 Jahre alt werden. Zu diesem Anlass ist das Landesmusikgymnasium Teil einer zweistündigen Radiosendung des SWR 2. Nachdem bereits musikalische Beiträge der Schule aufgenommen wurden, fuhren vergangenen Donnerstag drei Schüler (Marc Stumpf,  Niklas Gogolok und Paul Bruchhäuser) und eine Schülerin (Lea Wagenbach) ins Studio des SWR 2 nach Mainz. Begleitet wurden sie von der FSJlerin Ronja Hoffmann und dem Musiklehrer Dr. Opelt.

Sabine Fallenstein, Radioredakteurin des SWR 2, empfing uns und führte uns ins Studio. Dort machte Sie uns mit Inge Bingenheimer, Tontechnikerin des SWR 2, bekannt.

Am Vormittag schnitten wir verschiedene Interviews, die zuvor von den Schülern aufgenommen worden waren. Diese beschäftigten sich mit Fragen wie zum Beispiel:

  • Mit welchen 3 Wörtern würden Sie / würdest du Beethoven beschreiben?
  • Was bedeutet Beethoven für Sie / für dich heute?

Am Nachmittag lernten wir zwei Moderatoren des SWR 2 kennen: Jörg Lengersdorf und Martin Falk. Nach einigen Sprechübungen durften die Schüler selbst in das Mikrophon sprechen und Ihre vorbereiteten Beiträge aufnehmen, darunter ein 2-minütiger Beitrag mit dem Thema  „Wer war Elise?“ und ein 5-minütiger Beitrag über das Thema „Beethovens Taubheit“. Mit unglaublicher Geschwindigkeit schnitten Inge Bingenheimer und Jörg Lengersdorf diese Beiträge und unterlegten sie mit Musik. Es entstanden zwei professionell bearbeitete Radiobeiträge.

Es war ein sehr interessanter und spannender Ausflug in das Radiostudio des SWR 2 und wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

Demir Luxemburg2019

Oboist aus Montabaur holt Preis

(M. Schaeferdiek, 11.11.2019) Der Oboist Demir Alpdündar aus der Klasse 9a errang beim “Concours Luxembourgeois pour Jeunes Solistes“ die Silbermedaille in der Kategorie “Division Excellence“. 14 Jugendliche hatten sich im „Conservatoire Luxembourg“ der Fachjury in diesem Wettbewerb, der zum 36. Mal ausgetragen wurde, mit einem 20 minütigen Programm vorgestellt.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg!

Stolpersteine_02

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist. – Gedenkarbeit der Klasse 10b zum Thema „Stolpersteine“

Stolpersteine_01(Lea Wagenbach und Greta Bruchhäuser, beide 10b, 11.11.2019) „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ Diesem Motto folgend wurden bundesweit bereits in 1265 Kommunen Stolpersteine verlegt. Am 24. Oktober 2019 unternahmen wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b, zusammen mit unserem Geschichtslehrer Jan Silberbauer eine Exkursion in die Montabaurer Innenstadt. Wir besuchten vier Standorte von Stolpersteinen und gedachten den darauf verewigten Opfern des Nationalsozialismus.

Im Unterricht hatten wir uns vorher intensiv mit den grauenvollen Taten der Nationalsozialisten beschäftigt. Durch die Beschäftigung mit konkreten Einzelfällen bekamen die Opferstatistiken ein persönliches Gesicht. Zuerst reinigten wir die Steine gründlich. Danach informierten die im Vorhinein gebildeten Gruppen ihre Klassenkameraden über das Leben und die Ermordung der Opfer, und erwiesen ihnen unseren aufrichtigen Respekt. Wir zündeten Kerzen an, legten weiße Rosen am Rand der Steine nieder, sangen Lieder und hielten eine Schweigeminute ab.

Gemeinsam gingen wir an die Stolpersteine von Rescha und Heinrich Heimann, eine jüdische Familie, die ein Geschäft für Weißwäsche in Montabaur betrieb. Dieses wurde nach der Reichspogromnacht von den Nazis beschlagnahmt und alle Mitglieder der Familie wohnten nun in den Judenhäusern im Rebstock 24 und 38. Nach zwei Jahren Zwangsarbeit wurden sie in ein Konzentrationslager deportiert und starben dort am 8. Mai 1945.

Danach besuchte unsere Klasse gemeinsam die Stolpersteine der Familie Kahn, ebenfalls eine jüdische Familie. Aus diesem Grund wurden sie in der Reichspogromnacht zunächst aus ihren eigenen Häusern vertrieben, um später wieder dort zur Miete zu wohnen und Miete im eigenen Haus zu zahlen, da dieses fortan vom nationalistisch geprägten Staat zu einem Judenhaus umbenannt und enteignet worden war. In der Reichspogromnacht wurde Erich Kahn ins KZ Dachau deportiert und verstarb dort im Januar 1939. Auch Leopold und Hilda Kahn wurden am 29. September 1942 in das Lager Treblinka abtransportiert. Das genaue Todesdatum ist nicht bekannt.

Ebenso fiel der Familienvater Alois Skatulla dem Nationalsozialismus zum Opfer. Er war bekannter Gegner des Nationalsozialismus und wurde von Dritten verraten und infolgedessen in Montabaur inhaftiert. Obwohl er nie die Hoffnung verlor, wieder freizukommen, wurde er kurz vor Ende des Krieges in der Kiesgrube in Montabaur erschossen.

Zum Ende der Exkursion gedachten wir Ottmar Vey. Er war Mitglied im Haus der Barmherzigen Brüder und wurde dort Bruder Hyazinth genannt. Dieser Gemeinschaft wurde nachgesagt, Juden Beihilfe für deren Auswanderung geleistet zu haben. Daraufhin wurde er unter Verdacht der Devisenverschiebung im Zuchthaus Brandenburg inhaftiert. Dort verstarb er am 15. September 1937.

Dank der Auseinandersetzung mit dem Thema „Stolpersteine“ ist uns aufgefallen, dass diesem Thema zu wenig Beachtung geschenkt wird und wir haben erkannt, wie wichtig es ist, in Zukunft ein offenes Auge für die kleinen, gravierten Andenken zu haben. Wir möchten auch andere Menschen mehr auf die Stolpersteine aufmerksam machen.

JapanImKlassenzimmer01

Japan in der Schule

JapanImKlassenzimmer01(PÖ, 24.10.2019) Am 10. April verlief der Kunstunterricht der beiden 9. Klassen in ungewohnter Form und mit ungewöhnlichem Personal. Zu Gast waren als Vertreter des Japanischen Generalkonsulats in Frankfurt/Main Frau Yukiko Luginbühl und Herr Mayerhofer sowie als Referent und Spezialist für japanische Papiere Hr. Hans-Joachim Drissler, ehemaliger Vorsitzender und jetziger Ehrenvorsitzender der Deutsch Japanischen Gesellschaft. Da im Kunstunterricht in der Folge das Thema Papier, Schrift und Buchbinden auf dem Programm stand, sollten in der auf 90 Minuten angelegten Veranstaltung die Tradition fernöstlichen Papiermachens im Mittelpunkt stehen.

Zunächst aber stellte Fr. Luginbühl den Alltag japanischer Schüler vor, um uns ein Gefühl für die Bedingungen zu vermitteln, unter denen in Japan gelernt wird. Gerade für unsere Schüler, deren Tag durch Unterricht, Üben, Hausaufgaben und Lernen für Arbeiten sehr lang erscheint war es interessant zu erfahren, dass der Arbeitstag eines gleichaltrigen japanischen Schülers durchweg organisiert und oft noch länger ist. Auch die Verknüpfung traditioneller japanischer Künste mit modernen Unterrichtsinhalten und viel Sport wurde an Videobeispielen demonstriert.

Am ungewohntesten war es sicherlich zu sehen, wie umfassend und intensiv Schüler und Schülerinnen in Japan an jedem Tag als Teil des Stundenplans selbst für die Reinigung ihre Schule zu sorgen haben. So setzte sich leicht die Erkenntnis durch, dass Zeit- und vor allem Leistungsdruck in diesem fernen Land womöglich noch höher sind als hier.

JapanImKlassenzimmer02Einen Teil der Faszination Japans macht für viele Menschen neben der fremden Kultur und dem Essen immer auch die ungewohnte Form des Schreibens aus.

Das sichere Erlernen der japanischen Schrift dauert für gewöhnlich lange und ist mit viel Mühe verbunden, und das nicht nur, weil es die zwei Alphabetschriften Hiragana und Katagana gibt. Das größte Hindernis stellen die Kanji dar, ohne deren Kenntnis in Japan nichts geht. Daher waren nicht nur die Mitschüler, sondern in besonderem Maße auch unsere Gäste beeindruckt, als Roland Schohl zeigte, was dazugehört, wenn man mit Pinsel und Tusche Kanj sauber und richtig schreiben möchte.

JapanImKlassenzimmer03Den letzten Teil der Veranstaltung nahm die Vorstellung der vielfältigen japanischen Traditionen der Papierherstellung und -verarbeitung durch Hrn. Drissler ein, der aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Hauptimporteur für japanische Papiere über einen großen Erfahrungsschatz verfügt, an dem er alle mit Vergnügen teilhaben ließ. So wurde nicht nur Originalgerät zum          Papierschöpfen vorgestellt, sondern auch viele unterschiedliche Beispiele für die Verwendung von Papier erläutert, die in Europa eher nicht üblich ist. So hatten nicht nur unterschiedliche Muster von Rohstoffen, speziellen Papieren, Schreibpapieren oder Verpackungen den weiten Weg von Frankfurt in den Westerwald gefunden. Es waren z.B. auch Handtaschen und Kissen nicht nur zu sehen, sondern auch zu erfühlen, die aus Papier bestanden und trotzdem waschbar sein sollen. Das war schon eine Überraschung, der Komfort jedoch, so waren viele sich einig, eher gewöhnungsbedürftig.

Insgesamt gab es viele neue Anregungen, und auch der Unterhaltungswert war bei einigen Punkten beträchtlich.

Nach der Verabschiedung zeigten sich unsere Gäste beeindruckt vom Interesse unserer Schüler am Landesmusikgymnasium, besonders aber von ihrer Aufmerksamkeit und Disziplin, Tugenden, die auch in Japan hochgeschätzt und für gute Leistungen vorausgesetzt werden.

Insgesamt war dies aus Sicht unserer Gäste durch die Mitwirkung unserer Schüler und Schülerinnen eine der angenehmsten Veranstaltungen in einer langen Reihe von Schulbesuchen die das japanische Generalkonsulat in jedem Jahr durchführt, so Frau Luginbühl.