Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz

Kategorie Archiv: Aktivitäten – Aus dem Unterricht


Besuch der Gedenkstätte in Hadamar

(Romy Falk, Felix Kettemer, Janne Spitzner (MSS12), 01.02.2024) Am 11.01.23 haben wir als Stufe 12 gemeinsam mit unseren Religionsfachlehrerinnen Frau Hannappel und Frau Jäger die Gedenkstätte in Hadamar besucht, welche an den Genozid an psychisch und körperlich Kranken und Beeinträchtigten erinnert, der sich in Hadamar zur Zeit des 2. Weltkriegs zugetragen hat.

Die Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar war unserer Meinung nach ziemlich gelungen. Besonders gefallen hat uns die Art und Weise, wie wir an das Thema herangeführt wurden. In Form eines Zeitstrahls sollten wir Zitate über beeinträchtigte Menschen einer bestimmten Dekade zuordnen. Bei der Auflösung war es durchaus erschreckend, dass einige Zitate, die wir für sehr alt gehalten haben, nicht so lang her waren. Außerdem haben wir uns in Gruppen mit den Biografien Betroffener auseinandergesetzt, indem wir uns mit Boxen mit Infomaterial und personenbezogenen Gegenständen beschäftigt und unsere Ergebnisse einander vorgestellt haben. Vor allem der abschließende Actionbound, ein interaktiver Guide auf I-Pads, hat uns persönlich sehr zugesagt. Dieser war wie eine Art Ralley durch die Gedenkstätte aufgebaut. So hatte man die Möglichkeit, in kleineren Gruppen das Gelände besser zu erkunden und Punkte, die man vorher weniger
beachtet hatte noch einmal besser zu verinnerlichen. Durch diese interaktiven Aufgaben bekam man das Gefühl, nicht einer langweiligen Führung zuzuhören, sondern sich das Wissen über diesen historischen Ort selber zu erarbeiten.

Abschließend lässt sich sagen, dass uns die Exkursion sehr zugesagt hat und wir sind der Ansicht, dass auch für weitere Schulklassen dieser Ort auf jeden Fall eine Besichtigung wert ist, da man nochmal einen anderen Blickwinkel auf die NS-Zeit und die dazugehörige Euthanasie-Thematik erhält.

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Das war Berlin!

während des Konzeres2(SMU, 07.12.2023) Eine ganz besondere Reise zum Lebensmelodienkonzert am 09.11. in Berlin!

Einfach toll! Eine überwältigende Erfahrung!

Was die 11er vom 08.-10.11. in Berlin erlebten, ist kaum mit Worten beschreib- und erzählbar.

Ihr erinnert euch wahrscheinlich noch an das Lebensmelodien-Konzert am 7.7. in Mogendorf vor der Abfahrt der damaligen 10er zur Gedenkstättenfahrt nach Polen.

Nur Ben Shalom war als Gast dabei und von unserem Konzert so begeistert, dass er uns spontan im August zur Mitwirkung beim alljährlichen Lebensmelodien-Konzert am 09.11.2023 in der Apostel Paulus Kirche nach Berlin eingeladen hat.

Eine große Ehre und eine große Herausforderung, denn eigentlich passt solch eine Reise nicht in die Terminplanungen im ersten Schulhalbjahr.

Andererseits waren sich alle Verantwortlichen dessen bewusst, dass eine solche Einladung etwas Außergewöhnliches ist.

Mit einem international renommierten Ensemble gemeinsam ein Konzert zu bestreiten an einem so wichtigen Gedenktag wie dem 09.11., dem Gedenken an den 85. Jahrestag der Reichspogromnacht, in der zweitgrößten Kirche in Berlin, vor einem Publikum von 1.200 Zuhörern.

Die Apostel Paulus KircheDas war ein unvergessliches Erlebnis!

Aber nicht nur das Konzert hat die Gruppe nachhaltig beeindruckt. Die ganze Fahrt war vollgepackt mit Programm; von der Ankunft bis zur Rückfahrt gab es kaum eine Pause. Am 08.11. haben wir direkt bei der Ankunft in Berlin das Haus der Wannseekonferenz besucht und einen Eindruck von der historischen Bedeutung der Wannseekonferenz im Jahr 1942 gewonnen.

Am 09.11. waren wir dann am Vormittag in der Neuen Synagoge, die heute ein Erinnerungsort an das jüdische Leben in Berlin ist. Mittags durften wir noch Aydan Özoğuz kennenlernen, eine der stellvertretenden Präsidenten des Bundestages.

Danach ging es zur Apostel Paulus Kirche, wo wir uns vor dem Konzert mit dem Ensemble zum Einsingen trafen.

Sarah Neuroth und Stefan Müller haben uns intensiv begleitet und zu Bestleistungen motiviert! Am Ende dieses grandiosen Abends haben wir uns mit den Künstlern und dem ganzen Lebensmelodien-Team getroffen, sind ganz spät in der Nacht wieder in unserer Unterkunft gewesen, um uns nach einer kurzen Nacht am nächsten Morgen auf den Weg zum Bundestag zu machen.

BerlinBrandenburgerTorNach dem Gruppenfoto vor dem Brandenburger Tor sind wir zunächst zum Denkmal für die ermordeten Juden gegangen, haben danach die Mauerreste am Potsdamer Platz aufgesucht und sind dann zum Bundestag gelaufen.

Dort durften wir den Alltag der Abgeordneten beobachten, mit Frau Machalet, der Bundestagsabgeordneten aus dem Westerwaldkreis, sprechen und zum Abschluss noch die Kuppel des Reichstagsgebäudes besichtigen. Dann gings auch schon wieder nach Hause.

Voller Eindrücke kamen wir ca. 01.00 Uhr nachts wieder vor unserer Schule an.

Auch diese Nacht war kurz. Um 09.00 Uhr morgens waren alle wieder aktiv! Der Info-Tag hielt neue Aufgaben bereit: Führungen, Kinderbetreuung, … Aber wir haben alles gemeistert, ohne Müdigkeit! So sehr hat uns das Adrenalin dieser Fahrt beflügelt.

Herzlichen Dank allen, die diese Fahrt ermöglicht und uns bei der Finanzierung unterstützt haben.

Unser besonderer Dank gilt der Sparkasse, die uns mit einer großzügigen Spende unterstützt und dem VEEFF, der am Ende das Defizit ausgeglichen hat.

Frau Machalet danken wir für die Einladung in den Bundestag, und den damit verbundenen Eindrücken vom politischen Arbeitsalltag!

Aber unser besonderer Dank aber gilt dem Lebensmelodien-Team mit Nur Ben Shalom für diese einzigartige Erfahrung, die uns die Mitwirkung bei dem Konzert am 09.11. beschert hat.

 

 

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Ein Tag mit Emilia Galotti – und ganz viel Theater!

(HOL, 21.11.2023) Am 06.11.23 begaben sich die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10 gemeinsam mit Frau Hollmann und Herrn Pötzsch ins Koblenzer Stadttheater, um Lessings bürgerliches Trauerspiel einmal ganz praktisch zu erkunden. Im theaterpädagogischen Workshop konnten wir uns zunächst spielerisch an die Figuren und Handlung annähern. Angeleitet durch das Team der Theaterpädagogik konnten wir verschiedene ästhetische Ausdrucksmittel und ihren gezielten Einsatz auf der Bühne durchspielen und gingen vor allem auch der Frage nach, was hat der alte Stoff heute noch mit uns zu tun?

Am Ende standen unterschiedliche Varianten, Lesarten und Interpretationsmöglichkeiten im Raum und wir waren sehr gespannt darauf, die Umsetzung der Koblenzer Inszenierung dann am Abend im Theater erleben zu können. Ohne zu viel zu verraten, können wir sagen, wir waren begeistert! Begeistert von einer imposanten Emilia, die am Ende diesmal nicht sterben muss!

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Lecker Saft! – Unsere Apfelpressaktion 2023

IMG-8473(Julius Kasper für die Jahrgangsstufe 10, 03.11.2023) Auch in diesem Jahr wurde wieder Apfelsaft gepresst. Eine Aktion, die jeweils von der Jahrgangsstufe 10 durchgeführt wird. Am Montag, 09.10., rollte die mobile Apfelpresse auf unseren Schulhof, und bei der dann folgenden Pressaktion kamen gut 2.300 Liter Saft zusammen. Dennoch war es in diesem Jahr sehr spannend, denn bis kurz vor der Aktion, war nicht klar, ob wir überhaupt Saft pressen würden. Die Streuobstwiesen in der Umgebung, die wir sonst zum Abernten genutzt haben, waren leer. Entweder, es waren überhaupt keine Äpfel zum Ernten da, oder nur so kleine Mengen, dass sich der Aufwand nicht gelohnt hätte.

Am Ende haben wir von einem Apfelhof tonnenweise Äpfel herbeigeschafft, damit die Aktion überhaupt stattfinden konnte. Uns Schülern hat der Montag, an dem wir die Pressaktion aktiv begleiten durften, viel Spaß bereitet!

Und nun hoffen wir, dass Ihnen der Saft genauso gut schmeckt, wie in den letzten Jahren! Wir selbst sind sogar davon überzeugt, dass der Saft in diesem Jahr doppelt so gut schmeckt! Das hat jedenfalls unser Test ergeben.

IMG-8479Wir haben schon einen Großteil des Saftes verkauft, gerne würden wir die Restbestände bis zum Ende des Jahres noch an Sie weitergeben! Die 5-Liter Box kostet 9€ inklusive Pfand für die Umverpackung.

Nutzen Sie den Info-Tag oder schreiben Sie einfach an unseren Reli-Lehrer unter haxel-schamuhn@musikgymnasium.de und bestellen Sie den Saft.

Der Erlös des Verkaufs geht in die Reisekasse der 10. Jahrgangsstufe. Wir finanzieren so einen Teil der Kosten für unsere Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Und auch allen, aktiv an der Aktion beteiligt waren!

Ein Tag mit Emilia Galotti – und ganz viel Theater!

(HOL, 02.11.2023) Am 12.10.23 begaben sich die SchülerInnen der MSS 11 gemeinsam mit Herrn Amthor und Frau Hollmann ins Koblenzer Stadttheater, um Lessings bürgerliches Trauerspiel einmal ganz praktisch zu erkunden. Im theaterpädagogischen Workshop konnten wir uns zunächst spielerisch an die Figuren und Handlung annähern. Angeleitet durch das Team der Theaterpädagogik konnten wir verschiedene ästhetische Ausdrucksmittel und ihren gezielten Einsatz auf der Bühne durchspielen und gingen vor allem auch der Frage nach, was hat der alte Stoff heute noch mit uns zu tun?

Am Ende standen unterschiedliche Varianten, Lesarten und Interpretationsmöglichkeiten im Raum und wir waren sehr gespannt darauf, die Umsetzung der Koblenzer Inszenierung dann am Abend im Theater erleben zu können. Ohne zu viel zu verraten, können wir sagen, wir waren begeistert! Begeistert von einer imposanten Emilia, die am Ende diesmal nicht sterben muss!

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Gesamte Mittel- und Oberstufe hat sich zu “Recht in der digitalen Welt” informiert

(PO, 23.10.2023) Welche Konsequenzen hat Cyberbullying – für Opfer und Täter? Was hat es mit dem „Recht am eigenen Bild“ auf sich? Unter welchen Bedingungen darf ich Fotos oder Musikstücke anderer Urheber verwenden – und wann ist dies illegal? Diese und weitere Fragen klärte die Rechtsanwältin Gesa Stückmann von der Initiative „Law4School“ in interaktiven Webinaren mit den Schülerinnen und Schülern des LMG. Die Webinare mit aktuellen Informationen sowie praxisrelevanten Beispielen sind an verschiedene Altersgruppen angepasst, so dass am 12. Oktober gezielt die Klassen 7 – 9, am 11. Oktober die Klassen 10 und die Oberstufe informiert wurden. Dabei gab es nicht nur „Input“ im Vortragsstil: Die Klassen wurden vielmehr durch Abstimmungsaufgaben eingebunden und hatten zudem die Möglichkeit, im Chat Fragen zu stellen. Sowohl Schülerschaft als auch Lehrkräfte zeigten sich von den Webinaren beeindruckt und berichteten von „Aha-Effekten“, die viele Informationen auslösten.

Die Webinare waren vom LMG im Rahmen des schulischen Medienkonzeptes für die ganze Mittel- und Oberstufe gebucht worden, um zu Beginn des neuen Schuljahres umfassend zu Stolperfallen der Onlinewelt zu informieren und typischen Problemen vorzubeugen. Die aktuellen online-Veranstaltungen schließen nahtlos an die Aufklärung in der Unterstufe an, welche regelmäßig durch die Polizei Koblenz in einem Elterninformationsabend (Klasse 5) sowie einem Workshop für Kinder (Klasse 6) durchgeführt wird. Im letzten Jahr war das online-Angebot von „Law4School“ bereits von den damaligen Klasen 10a und 10b genutzt und für lohnenswert befunden worden.

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Sozialkompetenz-Training in der 8. Klasse

(SMN, 21.09.2023) Am vergangenen Montag und Dienstag, dem 18. und 19. September, nahmen die Klassen 8 unserer Schule an einem lehrreichen, aber auch ziemlich spaßigen Sozialkompetenztraining teil. Ein Highlight? Der gordische Knoten! Und dieses Spiel funktioniert so: Die Schüler*innen bilden einen Kreis, verbinden sich mit ihren Händen und versuchen, sich aus diesem Knoten zu befreien, ohne die Hände loszulassen. Das Ganze ist nicht nur ein großer Spaß, sondern stärkt auch die Kommunikation, Teamarbeit und Problemlösungskünste aller Beteiligten.

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Taking the challenge – das Cambridge Certificate geht in die nächste Runde

(SMN, 12.09.2023) Auch in diesem Schuljahr haben 13 Schüler*innen der Stufe 12 des Landesmusikgymnasiums nach einer etwa viermonatigen Vorbereitungsphase an der Cambridge-Prüfung teilgenommen. Stattgefunden hat diese am vergangenen Samstag, dem 9. September, an der Volkshochschule in Koblenz. Nun gilt es geduldig zu sein und abzuwarten – die Ergebnisse werden die Teilnehmer*innen voraussichtlich Mitte Oktober erfahren.

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Projekttage am Landesmusikgymnasium

(SMN, 18.07.2023) Während die Stufen neun bis 12 in der letzten Woche an verschiedenen Fahrten teilnahmen, hatten die SchülerInnen der Stufen fünf bis acht die Möglichkeit in einem bunten Angebot rund um das Thema Nachhaltigkeit  ihre Interessen zu erkunden, neue Fähigkeiten zu erlernen und gemeinsam kreative Projekte auf die Beine zu stellen.

Die folgenden Beiträge bieten einen Einblick in einzelne Projekte, die im Rahmen der Projekttage vom zehnten bis zum zwölften Juli angeboten wurden:


Projekt „Gut zu Fuß“ – Nachhaltigkeit, Wald und Holz

(SCH) Am ersten Projekttag haben sich die Schüler kreativ und künstlerisch mit den Materialien abgelaufener Coronatests auseinandergesetzt: Dabei sind, einem Musikgymnasium voll und ganz würdig, Miniaturinstrumente und deren Spieler entstanden, wobei sich die Schüler zum Teil an ihren eigenen Instrumenten orientiert haben. Daneben gestalteten sie aber auch Spiele und Landschaftsmodelle.

Am zweiten Tag, es war leider der sonnigste und wärmste in diesen Projekttagen, haben die Schüler zusammen mit Herrn Förster Frenzel eine fachkundige Exkursion durch den Wald und über die Montabaurer Höhe gemacht. Neben Erdzeit- und jüngerer Waldgeschichte thematisierte er mit den Schülern anschaulich die Problematik des Klimawandels und die Folgen des Borkenkäferbefalls für den Wald.

Die Notwendigkeit des Rohstoffes Hold für das alltägliche Leben erlebten die Schüler am dritten Projekttag beispielhaft im Westerwälder Industrieunternehmen Hapack in Elgendorf. Der Firmeninhaber Herr Hasdenteufel führte die Schüler in die Welt der Palettenherstellung und auch der unterschiedlichen Verpackungsmittel für sowohl tonnenschwere Pumpen für den Lithiumabbau in Südamerika als auch die High-Tech-Verpackung für hochentwickelte Geräte für die Halbleiterindustrie ein. Dazu gehören auch computergesteuerte Modellberechnungen für die sichere Verpackung – egal, ob für LKW-, Flug- oder Schiffstransporte mit ihren individuellen und sehr unterschiedlichen physikalischen Notwendigkeiten.

Insgesamt haben alle Teilnehmer in den drei Tagen gezeigt, dass sie „gut zu Fuß“ an allen drei Aktionen teilnehmen konnten und so nachhaltig, kreativ und wissbegierig unterwegs waren!

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Stressbewältigung für Vorspiel und Schule – Ausbildung in japanischer Heilmethode Jikiden Reiki mit Energie- und Entspannungsübungen sowie praktischen Tipps für eine gesunde konzentrationsfördernde Ernährung

(Birte Bornemann und Volker Höh) „Eigentlich spiele ich mein Instrument gerne und möchte auch beim Vorspiel eine gute Note erzielen. Aber wenn ich Zuhause bin, diese erste Minute zu überwinden, wirklich das Instrument in die Hände zu nehmen und anzufangen – das ist häufig so schwer“, gibt ein Schüler der 7. Klasse offen und selbstkritisch zu. Und alle Anderen sind sich einig, dass es ihnen ebenso geht, als eine Mitschülerin der 8. Klasse ergänzt: „Vor dem Vorspiel bin ich immer angespannt, das ist echt stressig.“ Gerade ist Schulleiter Dr. Udo Rademacher auf Stippvisite in den Kurs gekommen und erkundigt sich interessiert, was die besondere Anspannung vor dem Vorspiel denn ausmache im Vergleich zur „Stresssituation Klassenarbeit“. „Ist doch klar“, antwortet eine Schülerin aus Klasse 6: „Beim Vorspiel steh ich allein da!“

Hier setzen Kursleiter und langjähriger Instrumentallehrer des LMG Volker Höh und seine Projektkollegin Birte Bornemann an. Beide haben durch ihre beruflichen Erfahrungen vielfältige Stress- und Auftrittssituationen erlebt und für sich verschiedene Techniken, Methoden und hilfreiche Strategien gesammelt, die sie nun in diesem Projektkurs weitergeben. „Aus meiner Sicht tut es jeder und jedem auf lange Sicht gut, zusätzlich zum Musik- und Instrumentalunterricht auch Körper und Geist darin zu unterstützen, für Stresssituationen wie Vorspiel, Konzertauftritt oder später auch Bewerbungsgespräche gerüstet zu sein.“, so Bornemann. Den ganzen Menschen mitzunehmen und Bewusstheit für die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu schaffen, darum geht es auch in diesem Projektkurs.

Bornemann und Höh haben ein Programm zusammengestellt, das der Projektgruppe ein Angebot schafft, aus dem jeder individuell hilfreiche Maßnahmen herauspicken und für sich eigenständig praktizieren kann. So vermittelten sie die Grundlagen für die ganzheitliche japanische Heilmethode Jikiden Reiki. Mit Erstaunen erleben die Gruppe, wie sie sich selbst und fließende Energien erspüren und damit sich und andere stärken können. Neben Energie- und Entspannungsübungen flossen auch Körperübungen aus dem QiGong sowie Atemtechniken mit ein, die zu einem anderen Körpergefühl führten und das Gedankenchaos in den Köpfen spürbar beruhigten. „Boah, grad denke ich mal gar nichts“, staunte ein Schüler. Die Kursleiter bauten auch immer wieder eine Minute Stille ein, schickten jeden gedanklich auf „seine Insel“ und staunten gemeinsam mit den SchülerInnen, wie sich eine spürbar neue Ruhe im Raum ausbreitete. Praktische Tipps für eine gesunde und konzentrationsfördernde Ernährung ergänzten den Kurs. Höh, selbst Berufsmusiker und derweil auch ganzheitlicher Gesundheitsberater, war beeindruckt, wie gut sich einige Schülerinnen und Schüler mit Ernährungsthemen auskannten.

Den inneren Schweinehund zu überwinden und sich so zu verhalten, wie es einem gut bekommt, das steht auch bei den Schülerinnen und Schülern auf einem anderen Blatt. „Wir wissen um so viel, was uns selbst gut tut. Aber das nutzt alles nichts, wenn wir es nicht tun“, erinnert Höh seine Projektgruppe. Täglich ist jede und jeder selbst für sein Tun und Nicht-Tun verantwortlich. „Selbstdisziplin ist Dein wichtigster und allerbester Freund“, steht auf dem Zettel, den die Projektleiter an die Tür geklebt haben. Ein paar Tage später bedankt sich ein Elternteil herzlich bei den Projektleitern: „Von dem Kurs hat schon unsere ganze Familie profitiert.“

 

Let’s dance

(Kim Dreesen, 7b) In dem Projekt Let’s Dance wurden wir zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. In der einen wurde mithilfe von Videoclips ein Tanz auf die Beine gestellt und in der anderen, in der wir uns schlussendlich mit 27 Schülerinnen und Schülern wiederfanden, eine Showtanzchoreographie erstellt.

Am Montag begannen wir damit, in den ersten zweieinhalb Stunden die Songs, zu denen  wir tanzen wollten, auszuwählen. Wir entschieden uns für die beiden Songs „Starships“ und „Timber“, die Herr Born zu einer Laufzeit von ca. 3 Minuten und 15 Sekunden zusammenschnitt. In den restlichen Stunden des Tages zeigten Frau Hesse und Herr Born uns mehrere Hebefiguren, die wir erfolgreich umsetzen konnten. Am Ende der sechsten Stunde überlegten wir, welche der gelernten Figuren wir in den Tanz mit aufnehmen würden. Außerdem sollten wir uns als „Hausaufgabe“ Tanzschritte für einen Achtertakt aus einem der Lieder ausdenken.

Den Dienstag verbrachten wir damit, die Tanzschritte einzubauen und einzustudieren. Am Ende des Tages hatten wir „Starships“, den ersten Song vollkommen vertanzt, ebenso den Refrain aus „Timber“, des zweiten Songs. Schon am Montag hatten wir uns entschieden, auf die erste Strophe von „Timber“ ein Tanzbattle zu machen, das wir uns am Mittwoch ausdachten, nachdem wir noch einmal die bisherige Choreographie wiederholt hatten.

Zum Schluss der Projekttage konnten wir anderen Schülern unseren vollständigen Tanz vorführen. Wir würden uns freuen, wenn auch zu unserem Auftritt am Donnerstag, während des Sommerfestes wieder Zuschauer kommen, um sich den Tanz (nochmal) ansehen zu können!

 

Abenteuer Mexiko

(PAB/SMN) 21 SchülerInnen ließen sich in der Projektwoche auf das Abenteuer Mexiko ein: eine abwechslungsreiche Mischung aus Sprachunterricht, (selbstgemachter!) Musik und jeder Menge Informationen zur aktuellen Situation des von sozialen Gegensätzen und Spannungen geprägten Landes, seiner Geschichte und seiner Kultur. Frau Neuroth, Frau Pabst und Frau Simon, die sechs Jahre lang an einer mexikanischen Schule tätig war und anschaulich aus erster Hand berichten konnte, begleiteten sie dabei.

Die TeilnehmerInnen waren überrascht und stolz, schon nach drei Tagen erste Schritte im Spanischen machen zu können – von szenisch vorgetragenen Dialogen in einem Restaurant (besonders interessant für alle Spanienurlauber) über verschiedene Varianten der Liebeserklärung (te adoro – te amo – te quiero) bis hin zu den Grundlagen der spanischen Aussprache und Konjugation bot der Sprach-Crashkurs allerlei Möglichkeiten sich produktiv mit der spanischen Sprache auseinanderzusetzen. Aber auch ein wenig mexikanische Geschichte stand auf dem Programm.  Die SchülerInnen erfuhren Neues, insbesondere über den legendären Revolutionär Emiliano Zapata (1879-1919) und die Nachhaltigkeitspolitik seiner geistigen Erben, der sogenannten „Zapatisten“. Natürlich darf in einem Projekt über Mexiko die Musik nicht fehlen und so  lernten unsere ProjektteilnehmerInnen bekannte lateinamerikanische Lieder singen und spielen. Das Lernabenteuer Mexiko war für alle Beteiligten eine bereichernde Horizonterweiterung.

 

Impressionen aus den Projekten:

 

 

 

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Die 5er zu Besuch auf dem Bauernhof

5a_Bauernhof_02(PL, Clara Schermuly, 5a, 02.07.2023) Am 26.06.2023 fuhr die Klasse 5a mit Frau Stücken und Frau Pohl gegen 8:15 Uhr am Schulzentrum ab. Unser Ziel: der Bauernhof in Maxsain. Die Klasse 5a war sehr gespannt und konnte es kaum erwarten, als wir nach circa 20 Minuten an dem Hof der Familie Aller ankamen.

Mit im Gepäck: jede Menge Freude.

Frau Aller begrüßte uns und sofort fiel uns der große Wolfshund ins Auge. Dann durften wir unsere Rucksäcke unter dem Dach einer kleinen Hütte ablegen. Als wir dies erledigt hatten, bildeten wir einen Kreis und Frau Aller erklärte uns noch ein paar Verhaltensregeln. Zum Beispiel, dass wir nicht einfach so weglaufen sollten oder dass wir mucksmäuschenstill im Kuhstall sein sollten, weil die Kühe sonst ihren Kot ablassen würden.

Dann ging es los. Zuerst gingen wir in den Raum, in dem die Kühe gemolken werden. Die 5a stellte sich in eine Reihe und Frau Aller erklärte uns, wie wir die Kühe melken sollten. Dies durften wir auch bei den Daumen unserer Nachbarn ausprobieren. Alle kicherten drauflos. Der Reihe nach durfte dann jeder, der wollte, auch mal eine Kuh melken. Jeder hatte ein tolles Ergebnis vorzuzeigen. Da das aber natürlich nicht alles war, durfte man dann auch immer zu viert einen der Melkapparate anschließen.

5a_Bauernhof_01Auf einmal wurde es dunkel im Raum und die Melkmaschinen setzten aus. Wie sich herausstellte war dies nur ein kleiner Stromausfall, was allerdings nicht ganz so oft passiert. Danach schalteten wir die Maschinen wieder ein und weiter ging es. Als alle fertig waren, sollten wir die Zitzen der Kühe noch mit einer Flüssigkeit einsprühen, damit sie sauber bleiben.

Als wir damit fertig waren, gingen wir zu den Kühen und alle durften eine Kuh füttern. Viele bestaunten die vielen unterschiedlichen Farben und Formen der Flecke auf dem Fell der Kühe.

Einige trauten sich sogar, die ruhigen Tiere zu streicheln. Einige ließen sich das gefallen, manche aber auch nicht. Plötzlich erblickten wir eine Kuh, die einfach ganz ruhig da lag und kaute. Die Landwirtin Frau Aller erklärte dann, warum die Kühe da so liegen und die ganze Zeit kauen. Sie sagte, die Kühe würden wiederkauen. Dies taten sie auf einem Wasserbett. Die 5a durfte sich auch einmal auf die Wasserbetten stellen. Wir wackelten so ein bisschen hin und her. Es war einfach nur lustig!

Wenig später bekamen die Jungen eine Schubkarre, in die sie Stroh füllen sollten und die Mädchen auch. Die vollen Karren brachten wir nun zu den Kälbchen . Dort stellte die 5a sich in eine Reihe und dann durften wir nacheinander eine Hand voll Stroh im Stall verteilen.

Wer wollte durfte danach ein Kälbchen streicheln aber nur wenn es nicht davonlief. Eines der Kälbchen hatte noch keine Ohrmarke und war erst vier oder fünf Tage alt. Es sah sehr sehr süß aus.

Dann liefen wir wieder zu unseren Rucksäcken und machten eine Frühstückspause. Ein paar Kinder streichelten den süßen Wolfshund auch bezeichnet als sanfter Riese.

5a_Bauernhof_03Als alle fertig gegessen hatten liefen wir zur Futterstelle der Bullen. Frau Aller meinte, wir sollten zuerst das Heu, was die Bullen immer runter schubsen, wieder aufheben. Erst dann sollten wir neues Heu reinfüllen. Als die Landwirtin Frau Aller gepfiffen hatte, sind auf einmal alle Bullen gekommen. Einer fragte, ob wir die Tiere mal streicheln dürften und Frau Aller beantwortete die Frage mit einem ja. Das Fell der Bullen war weich, auch wenn manche zurückschreckten, ließen sich auch einige streicheln. Dann sollte einer in den Bottich mit etwas Futter für die Bullen steigen und einen Eimer befüllen. Als das Kind wieder ausstieg war es von Kopf bis Fuß weiß. Dieses Futter verteilten wir nun über das Heu für die Bullen. Da das aber noch nicht reichte, durfte noch einer rein. Und als auch dieses Kind wieder ausstieg, war es komplett weiß. Auch das reichte noch nicht aus und noch ein drittes Kind stieg in den Bottich und machte sich schneeweiß. Nun waren wir komplett fertig und wir liefen zurück.

Auf dem Rückweg erblickten wir eine Weide. Alle blieben stehen und Frau Aller meinte, auf dieser Koppel würden zwei Kühe stehen, sechs Kälbchen und eine Kuh, die eine Zwillingsschwester hatte, die noch größer war. Der Name der Kuh war Fine. Eigentlich sollte das Tier eingeschläfert werden, weil es zu klein war und so „unbrauchbar“. Fines eines Bein wuchs nicht so wie

das andere. Frau Aller sagte, dass das Tier trotzdem etwas ganz Besonderes hat. Wenn ein Kälbchen auf die Welt kommt und sich nicht direkt zurechtfindet geht Fine zu ihm hin und hilft ihm. Die Kälbchen nehmen die Hilfe gerne an und da Fine nicht so groß ist, sind die Kälbchen auch nicht ängstlich, wenn sie sie sehen.

Frau Aller guckte auf die Uhr und es war Zeit für die letzte Aktion: das Butter herstellen. Frau Aller füllte Sahne in vier Gläser und gab zwei den Mädchen und zwei den Jungs. Auf „los“ sollten wir schütteln, bis man nichts mehr hörte und dann wieder schütteln, bis man was hörte. Es war lustig.

Die Landwirtin begutachtete die Sahne und entschied dann, das es Butter war. Wir aßen sie auf dem Brot, welches Frau Stücken mitgebracht hatte.

Zum Schluss packten wir ein und streichelten nochmals den süßen Hund. Wir liefen an die Straße und warteten auf den Bus. Aber vorher bedankten wir uns herzlich bei der netten Frau Aller. Auf der Heimfahrt waren alle noch ganz aufgeregt und kicherten rum. Wir bedanken uns bei Frau Stücken und Frau Pohl dafür, dass sie ihren Tag mit uns verbracht hatten.