Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz

Eignungstest

Aufnahmeprüfung für die Klasse 5

Die Kinder absolvieren in kleinen Gruppen vier verschiedene musikalische Tests, die in eher spielerischer Weise – Ausnahme ist der Hörtest – verschiedene Aspekte von musikalischer Begabung aufzeigen.

Dies sind im einzelnen:

  • Hörtest: in Anlehnung an den musikalischen Begabungstest nach Bentley vergleichen die Kinder Tonhöhen (bis in den Viertel- und Achteltonbereich), sie benennen Veränderungen an Fünftonmelodien und an kurzen Rhythmen und bestimmen die Anzahl gleichzeitig erklingender Töne (2-4).

  • Rhythmus: die Kinder klatschen in der Gruppe und einzeln gegebene Rhythmen nach. Sie geben mit den Füßen das Metrum, mit den Händen einen Rhythmus wieder, und umgekehrt. Sie bewegen sich frei oder in vorgegebener Weise zu Musikausschnitten unterschiedlichen Charakters. Sie versuchen, einen gegebenen Rhythmus sinnvoll fort zu setzen.

  • Singen: Die Kinder lernen in der Gruppe ein kurzes Lied von dem sie später auch Abschnitte einzeln oder zu zweit singen. Sie singen kurze Motive, vorwiegend im Fünftonraum, von unterschiedlichen Tonstufen aus nach. Sie tragen ein selbstgewähltes kleines Lied* unbegleitet vor (Kinder- oder Volkslied). Sie versuchen einen gegebenen zweitaktigen Melodieanfang sinnvoll fort zu setzen.

  • Instrumental-Vorspiel: die Kinder, die bereits ein Instrument spielen, erhalten Gelegenheit, ihre musikalischen Fertigkeiten in einem ganz kurzen Vorspiel zu zeigen. Sie spielen ein bis zwei Stücke. Dabei muß das Vorspiel-Instrument nicht das Instrument sein, das sie später am Landesmusikgymnasium erlernen wollen. Für Schülerinnen und Schüler ohne Instrumentalkenntnisse entfällt dieser Teil, ohne Benachteiligung.

Die Jury setzt sich zusammen aus Instrumentallehrern und Musiklehrern des Landesmusikgymnasiums.

*Bitte ein oder zwei „Lieblings“-Lieder schon im Vorfeld aussuchen.

 

Aufnahmeprüfung für die Klassen 7-11

Instrumentales Vorspiel:

dazu bitte das eigene Instrument (außer Klavier) und Noten mitbringen.

ca. 10-minütiges Vorspiel frei gewählter Werke (möglichst 2 Stücke aus unterschiedlichen Epochen und unterschiedlichen Charakters). Literaturlisten des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“ können als Orientierungshilfe dienen. Es gilt wie überall: lieber ein subjektiv mittelschweres Stück technisch souverän und musikalisch ausdrucksvoll spielen, als mit einem Stück an der persönlichen technischen Obergrenze zu kämpfen und Einbrüche zu riskieren – Virtuosität kann beeindrucken, wichtiger aber ist beseelter Vortrag und musikalischer Tiefgang. So hören wir auch gerne einen langsamen Satz im Vorspielprogramm.

Vom-Blatt-Spiel eines von uns vorgelegten Stückes.

Die angegebenen Werke stellen nur den Schwierigkeitsbereich dar, der in den verschiedenen Klassenstufen mindestens erreicht werden soll. Es müssen nicht diese Stücke vorgespielt werden, sondern es können auch Stücke mit vergleichbarem Schwierigkeitsgrad gespielt werden.

Für die Aufnahmeprüfung sollen zwei Stücke verschiedenen Charakters und aus verschiedenen Epochen vorbereitet werden. Die Spieldauer beträgt max. 10 Minuten, die Jury bittet um bestimmte Stellen aus den Stücken, bzw. bricht ab. Bitte bei der Auswahl der Stücke darauf achten, dass u.U. kein Korrepetitor gestellt werden kann. Ab der Klassenstufe 7 wird auch ein „prima-vista“-Stück vorgelegt.

Interessierte Schüler sind eingeladen, am Infotag des LMG teilzunehmen und sich vor den Aufnahmeprüfungen über das Sekretariat mit den Instrumentallehrerinnen und Instrumentallehrern in Verbindung zu setzen.

 

Inhalte der Aufnahmeprüfung Klasse 7/8

Musikwissen:

  • Notenwerte: Bei einem Notenbeispiel mit unvollständigen Takten die fehlenden Notenwerte ergänzen. Bei einem Beispiel mit überzähligen Notenwerten Fehler finden und markieren.

  • Tonleitern: einfache Tonleitern bilden (notieren).

  • Intervalle: verschiedene Intervalle von gegebenen Tönen aus notieren.

  • Notenlesen: eine gegebene Melodie vom Violin- in den Bassschlüssel übertragen.

  • Akkordlehre: einfache Dreiklänge und ihre Umkehrung bilden (notieren).

  • musikalische Symbole und Vortragsangaben: die gebräuchlichsten Vortragsangaben, wie: „accel.“, „mf“, „dim.“ benennen und und ihre Bedeutung erklären.

Hören:

  • musikalischer Lückentext: fehlende Töne aus einer gehörten Melodie im gegebenen Notentext ergänzen.

  • in ähnlicher Weise die Notation eines gehörten Rhythmus ergänzen.

  • Fehler hören: Abweichungen (Töne oder Rhythmus) zwischen Notentext und gespielter Melodie markieren.

 

Inhalte der Aufnahmeprüfung Klasse 9/10

Musikwissen:

  • Notenwerte: Bei einem Notenbeispiel mit unvollständigen Takten die fehlenden Notenwerte und -gruppen ergänzen. Bei einem Beispiel mit überzähligen Notenwerten Fehler finden und markieren.

  • Tonleitern: Tonfolgen durch Einsetzen von Vorzeichen in bestimmte Tonleitern (Dur, natürlich und harmonisch Moll) verwandeln.

  • Intervalle: von gegebenen Tönen aus reine, große oder kleine Intervalle bilden (notieren).

  • Notenlesen: eine Melodie um ein gegebenes Intervall transponieren und in den Bassschlüssel übertragen.

  • Akkordlehre: notierte Dreiklänge (Dur, moll, vermindert, übermäßig) und ihre Umkehrungen bestimmen. Von gegebenen Tönen aus Dreiklänge und Umkehrungen bilden (notieren).

  • musikalische Symbole und Vortragsangaben: gebräuchliche Vortragsangaben benennen und ihre Bedeutung erklären.

Hören:

  • musikalischer Lückentext: fehlende Töne aus einer gehörten Melodie im gegebenen Notentext ergänzen.

  • in ähnlicher Weise die Notation eines gehörten Rhythmus ergänzen.

  • Fehler hören: Abweichungen (Töne, Vorzeichen oder Rhythmus) zwischen Notentext und gespielter Melodie markieren.

  • gegebene Intervalle einer Auswahl von Liedern zuordnen.

Literaturvorschläge zur Vorbereitung:
Lisl Hammaleser – Übungsprogramm Musiklehre ISBN: 3-7957-2331-0
Christoph Hempel – Neue Allgemeine Musiklehre ISBN: 3-254-08200-1
Software: Computerkolleg Musiklehre ISBN: 3-7957-0331-X

 

Inhalte der Aufnahmeprüfung MSS 11

Musikwissen und musikalische Fertigkeiten:

  • Tonleitern: Tonfolgen durch Einsetzen von Vorzeichen in bestimmte Tonleitern (Dur, natürlich und harmonisch Moll) verwandeln.

  • Ein bekanntes Lied spontan in einer vorgegebenen Tonart notieren.

  • Intervalle: Feinbestimmung und Notation aller Intervalle, inkl. verminderte und übermäßige.

  • Notenlesen: eine Melodie um ein gegebenes Intervall transponieren und in andere Schlüssel übertragen.

  • Akkordlehre: Bestimmung der Tonarten, in denen ein gegebener Dreiklang als Hauptdreiklang (T, S oder D) vorkommen kann.

  • Harmonisation: passende Dreiklänge zu einem gegebenen Melodieausschnitt finden und notieren.

  • Tonsatz: Zu einer gegebenen Melodie- und Bassstimme die Mittelstimmen nach Akkordsymbolen aussetzen.

  • Musikgeschichte: Wichtige Komponisten den musikalischen Epochen zuordnen.

  • Musikalische Fachbegriffe Gattungen und Formen erläutern und Begriffe zuordnen.

Hören:

  • Abwandlungen eines gegebenen Rhythmus notieren.

  • Zusammenklänge: Anzahl der gleichzeitig gehörten Töne (2-5) bestimmen.

  • Fehler hören: Abweichungen (Töne, Vorzeichen oder Rhythmus) zwischen Notentext und gespielter Melodie markieren.

Literaturvorschläge zur Vorbereitung:
Lisl Hammaleser – Übungsprogramm Musiklehre ISBN: 3-7957-2331-0
Christoph Hempel – Neue Allgemeine Musiklehre ISBN: 3-254-08200-1
Software: Computerkolleg Musiklehre ISBN: 3-7957-0331-X