Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz

Kategorie Archiv: Musik – Konzertberichte


Koblenzer Musikfestival gastierte auf Schloss Montabaur

Westerwälder Zeitung vom 26.09.2017

Westerwälder Cellist Benedict Kloeckner trat mit vier weiteren Spitzenmusikern auf

(H.P. Metternich)  „Wahnsinn, und das in Montabaur, das ist kulturell eine andere Welt“. Diese Euphorie äußerte eine Zuhörerin am frühen Sonntagabend bei einem Konzert in der Reihe des vierten Internationalen Musikfestivals Koblenz, das im Rittersaal auf Schloss Montabaur junge Musiker von Weltniveau in den Westerwald geholt hatte. „Mythos Leidenschaft“ titelte das vorletzte Konzert in der laufenden Sequenz, und es war in der Tat ein Beispiel konzertanter Leidenschaft auf höchstem Niveau.

Die Affinität des Gründers und Initiators des Koblenzer Musikfestivals für Montabaur, Benedict Kloeckner, kommt nicht von ungefähr. Der junge Mann, der im Westerwald aufgewachsen ist, hat am Landesmusikgymnasium nach acht Jahren sein Abitur gemacht. Keine Geringeren als Sir Simon Rattle und Daniel Barenboim haben ihm bemerkenswerte Perfektion, eine absolute Kontrolle der Technik, Intonation und Farbigkeit im Cellospiel bescheinigt. 

Musikalische Superlative zeichnen auch die vier anderen jungen Künstler aus, die im Montabaurer Rittersaal am Sonntag den Mythos Leidenschaft in herrlichster Musik skizzierten. Der Pianist Vasilis Varvaresos war mit 14 Jahren der jüngste Gewinner in der Geschichte der „Young Concert Artist Competition“ New York. Der „Weltbürger“ mit griechischer Mutter und japanischem Vater, Noé Inui, kann ebenfalls mit höchsten Auszeichnungen kokettieren. Tomothy Ridout ist der erste britische Viola-Spieler der Welt, der den berühmtesten Viola-Wettbewerb, den „Tertis Competition“, auf der Isle of Man gewonnen hat. Der begnadete amerikanische Violinist William Hagen wird mit dem Pianisten Christoph Eschenbach in Kürze in Frankfurt am Main konzertieren. Und sie alle waren in Montabaur. (…) Das Publikum, das am Ende minutenlangen Beifall spendete, genoss den konzertanten Leckerbissen im Rittersaal auf Schloss Montabaur in einem Ambiente, das dem Anspruch des Konzertes vollauf gerecht wurde, in vollen Zügen. (…) Die „kulturell andere Welt“ hat am Sonntagabend ohne Zweifel mit dem vierten Internationalen Musikfestival Koblenz im Rittersaal auf Schloss Montabaur Einzug gehalten.

Triorca_2017_7

Musik als Mittel zur Völkerverständigung

Das internationale Orchesterprojekt TRIORCA auch in Serbien auf Erfolgskurs

(Joelle Lieser, Sophie Jungbluth, MSS 12, und Michaela Stepanjan, Abitur 2016, 06.09.2017)

Am 25. Juli 2017 machten wir, sieben SchülerInnen des LMG, drei Ehemalige und eine ‚Angeheiratete’, uns auf den Weg nach Novi Sad, die an der Donau liegende zweitgrößte Stadt Serbiens, um bei dem internationalen Orchesterprojekt „Triorca“ mitzuwirken. Ziel der einwöchigen Probenarbeit war das Abschlusskonzert in der Synagoge in Novi Sad, ein besonderer Ort durch seinen historischen Hintergrund und ein mahnendes Symbol für die Völkerverständigung, insbesondere der drei Triorca-Nationen Deutschland, England und Serbien. Auf dem Programm standen die Fantasieouvertüre „Romeo und Julia“ von Tschaikowsky, Jean Sibelius’ 5. Sinfonie und “5 Variations of Dives and Lazarus” von Ralph Vaughan Williams.  

Neben der Probenarbeit war für uns besonders wichtig, die nationalen und internationalen Bindungen aufzubauen und zu festigen. Ein großer Vorteil dabei war, dass wir in einem sehr zentral gelegenen Hotel zusammen mit den Engländern untergebracht waren. Von dort hatten wir auch nur einen kurzen Fußweg zur Musikschule, wo die Registerproben stattfanden, und zur Synagoge, wo das ganze Orchester probte. Da die Synagoge nicht nur ein beliebter Veranstaltungsort, sondern auch eine bekannte Touristenattraktion ist, hatten wir bei den Tutti-Proben häufig Zuhörer.

Dadurch, dass wir neben den Proben noch einiges an Freizeit hatten, haben wir auch viel von der Stadt und der serbischen Kultur mitbekommen. So haben uns die Serben zum Beispiel einige traditionelle Tanzschritte beigebracht und wir haben einen Ausflug auf die Petrovaradin-Festung gemacht, was bei der serbischen Hitze und dem wenigen Schatten auf dem Festungsgelände ziemlich anstrengend war. Hier konnten wir zuerst an einer Führung teilnehmen, um mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren, danach haben die Blechbläser ein kleines Konzert als Werbung für das Orchester gespielt. Eine Stadtführung der besonderen Art hatten wir mit den serbischen Mitgliedern des Orchesters. Sie zeigten uns den Stadtstrand von Novi Sad, ein beliebter Ausgeh- und Veranstaltungsort an der Donau. Außerdem führten sie uns zum Ufer der Donau, wo sich abends viele junge Menschen zum Feiern treffen.

Ein weiterer Höhepunkt der Woche war der Talentabend, der in der Musikschule stattfand. Nicht nur die einzelnen Register nahmen daran teil, sondern auch kleine Ensembles, die sich länderübergreifend zusammengefunden hatten. Die Jury, bestehend aus der englischen Leiterin Juliet Rickard, ihrem Mann Robert Rickard, Assistenzdirigent Andy Morley und Dirigent Nicolas Daniel bewerteten anschließend die Beiträge.

Das Konzert am 31. Juli wurde vom serbischen Fernsehen aufgenommen und war ein voller Erfolg. Obwohl es in der Synagoge sogar noch wärmer war als draußen, waren viele Zuhörer gekommen. Das komplette Konzert kann man auf Youtube schauen. Nach dem Konzert ließen wir die Woche alle zusammen in einem serbischen Restaurant ausklingen, bevor wir am nächsten Tag zurück nach Deutschland flogen. Damit ging eine anstrengende und ereignisreiche Woche mit vielen neuen Erfahrungen und geknüpften Freundschaften zu Ende. Die Ziele des Projektes wurden auf jeden Fall erreicht: neue internationale Beziehungen, jede Menge Spaß und Musik auf hohem Niveau. Wir bedanken uns bei Frau Melchiori und Herrn Moser für die tolle Organisation und freuen uns auf nächstes Jahr in England!

 

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Der ehemalige Schlagzeuger und Leiter der Count Basie Big Band Dennis Mackrel am Landesmusikgymnasium!

(Andreas Steffens, 28.08.2017)  Ein ganz besonderes Erlebnis erwartete die Mitglieder des Yellow Tone Orchestra gleich zu Schuljahresbeginn: Dennis Mackrel, der ehemalige Schlagzeuger und Leiter der Count Basie Big Band kam, um mit ihnen zu arbeiten und tags darauf ein gemeinsames Konzert mit dem Rhine Phillis Orchestra im Koblenzer Stadttheater zu geben!

1983 holte Count Basie ihn in sein Orchester und auch nach dessen Tod 1984 spielte Dennis Mackrel unter Thad Jones und Frank Foster weiter in der Band. Seit 2010 leitet er das Count Basie Orchestra. Daneben war er Schlagzeuger in den Big Bands von Maria Schneider, Mel Lewis – um nur einige zu nennen – und spielte mit vielen internationalen Jazzgrößen. So waren wir sehr gespannt und natürlich auch etwas nervös, wie ein Musiker auf absolutem Weltniveau mit uns arbeiten würde. Aber es zeigte sich vom ersten Moment an, dass es dazu überhaupt keinen Grund gab. Dennis Mackrel schaffte es uns sofort in seinen Bann zu ziehen – die Art, wie er über Musik sprach, darüber, wie wir die Noten mit
„ Leben“ füllen sollten, auf was es wirklich ankommt beim Musikmachen war ungeheuer motivierend und inspirierend zugleich. Ein toller Musiker UND Pädagoge, der bei uns allen auch nachhaltig großen Eindruck hinterlassen hat – ein ganz besonderes Erlebnis!

Seinen Abschluss und Höhepunkt fand das arbeitsreiche Wochenende dann am Sonntag beim gemeinsamen Konzert mit dem „Rhine Phillis Orchestra“ im Stadttheater Koblenz, bei dem wir Dennis Mackrel auch als Arrangeur und Bandleiter erleben konnten.

Impressionen der beiden Stufenkonzerte 2017

(MEL, 29.06.2017)  Die Reihe der traditionellen Stufenkonzerte wurde auch in diesem Jahr wieder um zwei bunte, vielfältige, und dennoch thematisch stimmige Konzerte bereichert. Am 13.7. gab sich die MSS 12 die Ehre und die MSS 11 legte am 26.6. auf Augenhöhe nach. Beide Jahrgangsstufen begeisterten ihr zahlreich erschienenes Publikum durch eine herausragende und kreative Gemeinschaftsleistung und trugen somit zu einem heiter beschwingten Schuljahresausklang bei.

 

Impressionen finden Sie hier:

Gelungener Auftritt unserer Jüngsten bei Chor Aktiv

Chor der Klassen 5 bereichert den Chorverband Westerwald

(MEL, 28.06.2017) Unter dem Motto Chor Aktiv veranstaltete der Chorverband Westerwald am vergangenen Sonntag, 25.06.2017, ein Open Air Event am Konrad-Adenauer-Platz in Montabaur. Eine wunderbare Gelegenheit, die ganze bunte Vielfalt der Chöre der Region zu hören, in geselligen Austausch zu treten und nicht zuletzt für das Chorsingen zu werben. Das LMG war würdig vertreten durch den Chor der Klassen 5 unter der Leitung von Martin Ramroth. Frisch, sympathisch und bewegungsfreudig und zugleich intonationssicher boten die Kinder dem zahlreichen Publikum sieben Stücke aus ihrem Repertoire dar und bereicherten so die Westerwälder Chorszene durch ihren homogenen Klang und Freude am Singen.

 

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Zypern 2017

Gitarrenensemble cantomano begeistert in Zypern

(Pauline Schmidt (7a) und Klara Seibert (9b), 27.04.2017) Internationale Konzertreisen gehören für die jungen Gitarristen des Landesmusikgymnasiums schon fast zur Regelmäßigkeit. Das erfolgreichste deutsche Jugendgitarrenensemble, das aufgrund seiner Erfolge beim Deutschen Orchesterwettbewerb vom Goethe Institut sozusagen als Kulturbotschafter in die musikalische Welt geschickt wird, folgte vom 5.-11.4. einer Einladung der „Paphos Academy of Fine Arts“ in die europäische Kulturhauptstadt 2017 Paphos, (im griechischen Teil der geteilten Insel Zypern). Zusammen mit der Gesangssolistin Maren Rogawski erwartete das Ensemble unter der Leitung von Volker Höh Konzerte, Proben und Einzelunterricht bei dem bekanntesten zypriotischen Professor. Zuerst gab Volker Höh jedoch ein Solokonzert in der Royal Hall vor über 100 begeisterten Gästen.

Alle deutschen Gitarrenspieler erhielten Einzelunterricht bei dem Gitarristen und Lehrer Polyvios Charalambous. (Die Schüler des Gastgebers wurden daneben von Volker Höh unterrichtet.)  Er nahm sich enorm viel Zeit für jeden Einzelnen und gab auch sehr gute, hilfreiche Tipps. Da jeder bei den anderen zusah, konnte man so seine eigenen gedachten Verbesserungsvorschläge mit der professionellen Meinung des Meisters vergleichen. Es war auch sehr interessant zu beobachten, dass die Ratschläge (Unterricht auf Englisch) eine direkte Steigerung des Spielers ins Positive brachten. Darüber hinaus fanden dann, um die Konzerte an den letzten beiden Abenden vorzubereiten, gemeinsame Ensembleproben statt.

Da meist nur vormittags geprobt und geübt wurde, gab es an drei Nachmittagen auch etwas Freizeit. Viele nutzten den Weg zum nur 5 Minuten entfernten Strand, weshalb sich die Reise als perfektes Zusammenspiel zwischen Freizeit und Bildungsbesuch erwies. Allerdings durfte ein kultureller Ausflug in den archäologischen Park, um die reichen historischen Schätze der Insel mit vielen schönen Mosaiken und Amphitheater kennenzulernen, mit der Gruppe nicht fehlen. Durch solche Gruppenerlebnisse wuchs das Ensemble erfolgreich zusammen, was sich auch aufs gemeinsame Spielen auswirkte. Die beiden ausverkauften Konzerte in der Royal Hall und dem Akademiesaal begeisterten das Publikum von Anfang an durch das vielfältige und abwechslungsreiche Programm mit dem Titel „Happy“ – Tanzmusik durch die Jahrhunderte. Es war sofort immer eine Wahnsinnsstimmung im Raum, es kam zu standing ovations und Zugaben wurden gefordert! Ein ganz besonderes Erlebnis war, dass während eines Konzertes eine Frau sogar einen Heiratsantrag bekam!

Nicht zuletzt aus diesem Grund wird die Reise bei allen 21 Teilnehmern unvergesslich bleiben! Die Gelegenheit, andere Kulturen sozusagen während der Schulzeit kennenzulernen, ist gerade am Musikgymnasium ein ganz besonderer Lerninhalt und eine hervorragende Motivationssteigerung nicht nur in musikalischer Sicht. Dafür sind alle sehr dankbar!

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Montabaurer Mädchenchor begeisterte auch im Reich der Mitte

8 umjubelte Konzerte in China vor mehr als 10.000 Zuschauern

(MEL, 21.04.2017) Sie haben rund 23.000 Kilometer zurückgelegt und in acht chinesischen Großstädten vor insgesamt mehr als 10.000 Menschen gesungen: Der Mädchenchor laFilia am Landesmusikgymnasium ist vor wenigen Tagen von seiner Konzertreise nach China heimgekehrt. Stationen der Reise waren neben der Metropole Shanghai weitere Großstädte wie Changzhou, Xuzhou, Hefei, Taizhou, Nantong sowie Jinjiang und Fuqing, die in der rheinland-pfälzischen Partnerprovinz Fujian liegen.

Chorleiter Martin Ramroth zeigte sich beim Empfang durch die Eltern am Frankfurter Flughafen erschöpft, aber glücklich und stolz und lobte die Disziplin, die Kondition, die Harmonie, den Gemeinschaftsgeist der 24 Mädchen: „Alle haben wunderbar durchgehalten und sind über sich hinausgewachsen.“ Zu dem allgemeinen Enthusiasmus beigetragen hat sicherlich die Tatsache, dass die Konzerte fast immer komplett ausverkauft waren – und das in großen Theatersälen, die in der Regel über 1000 Zuschauer fassen. „Die Mädels von laFilia wurden regelrecht gefeiert“, berichtet Sängerin Elena Dessauer, „und es wurde entgegen der chinesischen Konzertkultur sogar teilweise ‚psst’ geflüstert, wenn jemand wagte, in einem besonders schönen Stück wie üblich nebenher zu telefonieren, seine soeben gemachte Aufnahme abzuhören oder zu reden.“ Besonders gut kamen naturgemäß die modernen Jazz-/Pop-/Gospel-Arrangements mit Choreographie beim chinesischen Publikum an – kongenial von Walter Born am Klavier begleitet. Und wenn laFilia als Zugabe ein berühmtes chinesisches Volkslied anstimmte – oft unterstützt durch einen ortsansässigen Kinderchor –, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Dann legten Tausende Zuschauer ihre Handys beiseite und ließen sich von Chorleiter Martin Ramroth begeistert zum Singen und Klatschen mitreißen. Ein echtes Gänsehaut-Feeling – zeugt es doch einmal mehr von der alles verbindenden Kraft der Musik jenseits aller Sprachbarrieren und kulturellen Unterschiede.

Land und Leute – die Westerwälder Mädels haben so manches erlebt: den Smog in Shanghai, die große Anzahl an Menschen, die Riesen-Städte mit den vielen gigantischen Hochhäusern, den Verkehr, der jeglichen uns bekannten Regeln zu widersprechen scheint, unverschämt drängelnde Einheimische an den Sicherheitskontrollen auf dem Flughafen, eine buddhistische Tempelanlage, die perfekte Organisation der Tour. Eindrucksvoll war die Fahrt von Changzhou nach Xuzhou mit einem Hochgeschwindigkeitszug: „Bei 300 Stundenkilometern konnten wir uns entspannen und bequem die Landschaft bewundern.“

Und das Essen? Auch für die Vegetarier immer wieder spannend, aber durchweg gut genießbar. Manche Leckereien inspirierten auch zu kleinen Streichen: Bei einem Abendessen gab es kleine Hummer. Einen solchen fand eine Sängerin anschließend säuberlich auf ein Taschentuch gelegt in ihrem Bett … Ein seltsames Gefühl, während des Rückflugs zum ersten Mal wieder mit Messer und Gabel zu essen … Das Wetter allerdings spielte nicht so mit: „Entgegen unseren Erwartungen war es teilweise eiskalt. Aber leider gab es keine Heizung.“

Auch die Begegnung mit verschiedenen Kinderchören aus der Region kam bei den Mädels von laFilia gut an. In Form von kleinen Workshops oder Interviews sowie kleinen gemeinsamen Auftritten boten sich immer wieder Möglichkeiten des Austauschs oder für ausgiebige Fotoshootings. So wuchsen die Westerwälder Mädchen in ihre Rolle als Botschafterinnen der deutschen/europäischen Kultur hinein; gleichzeitig fungierten sie durch ihre zugewandte, natürliche Art aber auch als Brückenbauerinnen zur chinesischen Kultur –und wurden entsprechend gefeiert, bestaunt und fotografiert. Für alle Beteiligten eine unvergessliche und horizonterweiternde Reise!

 

Jungtalente geben Stadthauskonzert eine besondere Note

Westerwälder Zeitung vom 31.01.2017

Forum Selters bot bei Matinee acht Nachwuchsensembles eine Bühne

(H.P. Metternich) Zum Kulturschaffen des Forums Selters gehören u.a. auch die Stadthauskonzerte mit einem breit gefächerten Angebot. Bei der dritten Veranstaltung dieser Art (…) stand der musikalische Nachwuchs im Mittelpunkt einer Matinee, bei der Schüler des LMG und der Kreismusikschule WW musizierten. Der Saal im Stadthaus war voll besetzt.

„Es ist eine glückliche Fügung, dass junge Musiker dem Stadthauskonzert eine besondere Note verleihen“, so Stadtbürgermeister Rolf Jung. „Zum einen werden wir ein abwechslungsreiches Programm erleben, zum anderen sind die Auftritte der einzelnen Ensembles gleichsam eine Generalprobe für die Teilnahme am Kreisentscheid „Jugend musiziert“. Für Marc Schaeferdiek, der zusammen mit seiner Frau Karoline die Matinee organisiert hat, gab es noch einen weiteren Aspekt: „Die jungen Leute werden in Kürze vor einer Jury ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Da ist ein Auftritt vor Publikum (…) nicht zuletzt für diejenigen, die zum ersten Mal öffentlich spielen, sehr hilfreich.“

Alle traten in Ensembles auf; im Flötentrio, Oboenquartett, Saxofonduo, Streichquartett oder auch als Geigen-Duo. Abwechslungsreich war die Matinee nicht nur, weil in verschiedenen Gruppen musiziert wurde, sondern auch, weil Musik vom Barock bis in die Neuzeit zu hören war. (…) Was die acht Ensembles im Stadthaus von Selters aufführten, hat höchste Anerkennung verdient.

Gospelkonzert in St.-Peter-in-Ketten, Montabaur

(FRI, 20.09.2016) Ein mitreißendes Konzerterlebnis wurde den vielen Besuchern beschert, die sich am Donnerstag, den 17. November in der kath. Kirche St. Peter in Ketten eingefunden hatten, um dem Gospelchor des Landesmusikgymnasiums zu lauschen. 

Unter der Leitung ihres Gründers Walter Born bot der junge Chor mit spürbarer Freude ein buntes Spektrum aus der vielfältigen Gospelliteratur dar. Das Ensemble ist grundsätzlich offen für alle, die Freude an dieser Art von Musik und geistlicher Chorliteratur haben und setzt sich zusammen aus Schülern fast aller Jahrgangsstufen des Gymnasiums, einschließlich verschiedener Lehrer. Zudem bietet es an vielen Stellen einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch die Möglichkeit, einmal solistisch in den Vordergrund zu treten, was den jungen Sängern ganz offensichtlich große Freude bereitete. Bereicherte wurde das Konzert zudem durch zwei Gospelinterpretationen auf der neuen Silbereisenorgel, die unter Walter Born in ganz ungewöhnlichen Harmonien und Rhythmen zum Klingen kam.

Der positiven Energie und Lebensfreude, die sich zum Ende des Konzertes hin, zunehmend unterstützt durch Instrumentalisten,  immer mehr Bahn brach, konnte sich kaum einer der zahlreichen Zuhörer entziehen, sodass zum Schluss die Zuschauer stehend applaudierten und dankbar die Zugabe entgegennahmen.

 

Mitmachkonzert für Grundschüler

(SÜR, 13.11.2016) Am 09.11.2016 waren knapp 80 Grundschüler der Grundschulen Hillscheid, Meudt und Wallmerod bei uns am LMG zu Gast. Die eingeladenen 3. und 4. Klassen wurden von Herrn Moser in der Aula begrüßt und vom Chor der Klassen 5 unter der Leitung von Martin Ramroth musikalisch empfangen. Nachdem die Grundschüler mit dem Chor auch gemeinsam etwas singen konnten, kamen sie anschließend noch in den Genuss eines Streichquartetts, welches sie nach begeistertem und konzentriertem Zuhören mit Fragen löchern durften.

Begleitet von den Paten aus den 10. Klassen ging es dann in Kleingruppen durch das Musikgebäude, wo 6 InstrumentallehrerInnen ihre Türen geöffnet hatten – ein Fagott zusammenbauen, Harfe spielen, der Trompete einen Ton entlocken, lauteten hier die spannenden „Aufgaben“. Abgerundet wurde der zweistündige Besuch der Grundschulen durch begeistertes und „bewegtes“ gemeinsames Singen und Feiern mit Walter Born und Mitgliedern der Combo.

Am Mittag verließen uns dann begeisterte Grundschüler und ihre LehrerInnen nach der geforderten Zugabe. „Wann fahren wir wieder hier hin?“ – „Hier möchte ich auch zur Schule gehen!“ – „Das war toll!“, waren mehrfach zu hörende Reaktionen auf dem Weg nach draußen.

Ein großer Dank gilt daher allen Mitwirkenden und Helfern für dieses Mitmachkonzert!